Aesch
Schulhaus Nassenmatt: Kaum eingeweiht, wird nachgebessert

Beim neuen Primarschulhaus Nassenmatt II muss die Schulgemeinde nachbessern. Die kritisierten Dachaufbauten für die Lüftung werden eingekleidet.

Tobias Hänni
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Die Lüftungskästen auf dem Dach des Schulhauses werden eingekleidet. T.H.

Die Lüftungskästen auf dem Dach des Schulhauses werden eingekleidet. T.H.

Tobias Hänni

Etwas mehr als einen Monat ist es her, dass Aesch sein neues Primarschulhaus Nassenmatt II eingeweiht hat. Unterrichtet wird in dem Neubau, den sich die Gemeinde 7,2 Millionen Franken kosten liess, allerdings schon seit vergangenem Frühling. Vor kurzem nun wurden im Aescher Gemeindehaus neue Pläne für Änderungen am Neubau aufgelegt. «Verkleidung Dachaufbauten und Fassadenänderung» steht in dem Bauprojekt, das noch bis Ende Oktober aufliegt. «Die Lüftungs-Aufbauten auf dem Dach des Schulhauses werden eingepackt», führt Gemeindepräsident Hans Jahn die kurze Beschreibung aus. Bei der Fassadenänderung geht es um ein Fenster, das schmäler ausgeführt wurde, als bewilligt.

An der letzten Gemeindeversammlung im vergangenen Juni waren sowohl die Fassade wie auch die Aufbauten des neuen Schulhauses von einzelnen Stimmbürgern kritisiert worden: Das Gebäude passe mit seiner hellen Fassade nicht ins Dorfbild, die Lüftungsblöcke auf dem Dach seien störend. Bereits im Mai hatte laut Jahn der Bauausschuss für die Aufbauten und die Fensteranordnung im obersten Geschoss ein Änderungsgesuch verlangt, da die Ausführung nicht der Baubewilligung entspreche, welche die politische Gemeinde als zuständige Behörde der Primarschulgemeinde Aesch erteilt habe. «Wir wollten die Angelegenheit mit den Aufbauten bereinigen», sagt Jahn. Die glänzende Oberfläche der Lüftungsblöcke habe gestört. Mit deren Einschalung werde das Schulhaus optisch zu einem kompakten Baukörper. Die für manchen Aescher zu helle Fassade werde nach heutigem Kenntnisstand nicht neu gestrichen, so Jahn. «Die Sache ist aber noch nicht abschliessend behandelt.»

Aufbauten werden nun dunkler

Bei der Primarschulgemeinde hebt man hervor, dass bei den Aufbauten, die nun nachträglich eingepackt werden müssen, «alles so gebaut wurde, wie eingegeben und von der Gemeinde bewilligt», wie Schulpflegepräsidentin Petra Mörgeli sagt. Dass die Lüftungskästen für den Minergie-Neubau optisch derart dominant seien, sei im Vorfeld nicht klar gewesen. Die Aufbauten seien im Planungsverlauf durch diverse Projektentscheide angepasst und dadurch vergrössert worden. Das Fenster wiederum sei so geändert worden, damit es für den Rauch- und Wärmeabzug den nötigen Öffnungsquerschnitt aufweise, erklärt Mörgeli.

Laut der Schulpflegepräsidentin werden die Lüftungen nun mit einem Trapezblech eingekleidet, das eine etwas dunklere Farbe als die Fassade hat und farblich an die Metallteile des Gebäudes angeglichen wird. Die Kosten für die nachträglichen Arbeiten sind laut der Schulpflegepräsidentin noch nicht abschliessend berechnet. Unklar sei auch, wie die Kosten aufgeteilt würden und ob auch das Bauunternehmen einen Teil davon tragen werde. «Dazu sind wir im Moment noch in Verhandlungen.»

Am Schulbetrieb würden die nachträglichen Anpassungen nichts ändern, sagt Mörgeli. «Der Betrieb wird durch die Arbeiten nicht gestört.» Das Schulhaus müsse deswegen auch nicht neu eingerüstet werden. «Auf dem Dach befinden sich Sicherheitshaken, welche für den Unterhalt gebraucht werden.» An diesen Haken könnten sich die Bauarbeiter einklinken, wenn sie die Lüftungen einkleiden.

Von der Kritik am Nassenmatt II hat die Schulpflegepräsidentin seit der Einweihung «persönlich nichts mehr gehört». An der Versammlung hatte Mörgeli darauf hingewiesen, dass das Gebäude anders wirke, wenn dereinst auch der Aussenraum mit Pflanzen und Spielplatz fertiggestellt sei. «Und es sieht nun auch anders aus. Allerdings sind die Bäume noch nicht so gross, dass sie optisch stark ins Gewicht fallen.» In ein paar Jahren sehe das aber wieder anders aus.