Die Frage, wo die Kinder aus dem neu entstehenden Dietiker Stadtteil Limmatfeld einst in die Schule gehen werden, bleibt nach wie vor ungeklärt. Eine Lösung rückt aber näher: Der Dietiker Stadtrat hat von den acht Varianten, die eine Arbeitsgruppe in den letzten Monaten geprüft hat, einige definitiv ausgeschieden, wie Stadtpräsident Otto Müller am Donnerstag gegenüber der Limmattaler Zeitung sagte. Dazu gehört auch die Option Stockwerkeigentum, über die bereits viel gesprochen worden ist. Es wäre die schnellste und günstigste Variante gewesen. Der Stadtrat ist aber überzeugt, dass sie politisch nicht mehrheitsfähig ist.

Verhandlungen mit privaten Grundeigentümern

Weiterverfolgen will die Stadt drei Varianten. Eine mögliche Lösung wäre, ein Schulhaus auf die stadteigene Parzelle neben dem Werkhof im Gebiet Stierenmatt zu bauen. Dass das Land nicht zuerst erworben werden müsste, ist dabei ein entscheidender Vorteil. Der Nachteil: Das Gebiet grenzt an ein Flachmoor an, für das zurzeit eine Schutzverordnung erarbeitet wird. Ob es diese zulassen würde, dass in unmittelbarer Nähe ein Schulhaus gebaut wird, ist zurzeit noch Gegenstand von Abklärungen.

Der Stadtrat steht ausserdem in Verhandlung mit den Eigentümern von zwei privaten Grundstücken, auf denen er sich ebenfalls ein Schulhaus vorstellen könnte. Sie befinden sich im Limmatfeld oder grenzen daran an. Zu welchen Konditionen diese erworben werden könnten, ist aber noch nicht klar.

Auch das Niderfeld ist eine Option

Zudem steht auch eine Alternative im Entwicklungsgebiet Niderfeld, das an das Limmatfeld angrenzt, zur Diskussion. Alle drei Varianten werden zurzeit vorangetrieben. Bis spätestens im Frühling 2014 will der Stadtrat Klarheit haben, was möglich ist.

Parallel dazu wird eine Zwischenlösung geplant. Diese ist auf jeden Fall nötig, denn spätestens im Schuljahr 2015/16 braucht die Stadt zusätzlichen Schulraum. Hier steht zurzeit eine Lösung mit anfänglich vier Pavillons beim Schulhaus Zentral im Vordergrund.

Stadtrat setzte auf Mitwirkungsverfahren

Die Suche nach einer neuen Schulraumlösung im Stadtteil Limmatfeld wurde nötig, nachdem das Stimmvolk im November 2012 überraschend Nein sagte zu der vom Stadtrat vorgeschlagenen Variante, Schulraum zu mieten. Damit die neue Lösung mehrheitsfähig sein wird, hat der Stadtrat diesmal Gemeinderat und Schulpflege konsultiert und die Fraktionen zu einer Stellungnahme eingeladen.