Dietikon/Killwangen

Schulhaus Limmatfeld-Nein trägt zu Verlust bei Rapid bei

Hier wird nun Kurzarbeit geleistet: Das Rapid-Lager in Killwangen. (wal)

Hier wird nun Kurzarbeit geleistet: Das Rapid-Lager in Killwangen. (wal)

Die Rapid Gruppe schreibt zum ersten Mal seit acht Jahren rote Zahlen. Neben dem Industriegeschäft litt auch der Immobilienbereich. Insgesamt resultierte 2012 ein Verlust von 2,9 Millionen Franken.

Die Rapid Gruppe hat ein schlechtes Geschäftsjahr hinter sich. Insgesamt resultierte 2012 ein Verlust von 2,9 Millionen Franken. Die Firma mit Sitz in Dietikon, die in Killwangen rund 130 Angestellte beschäftigt, ist neben dem Industriegeschäft, das Einachsgeräte, Traktoren und Spezialgeräte sowie Contract Manufacturing umfasst, auch im Immobilienbereich tätig.

Zum Verlust trug laut Mitteilung auch das Scheitern des Mietschulhauses im Limmatfeld an der Urne bei. Denn mit dem Nein der Stimmbürger wurde auch der Verkauf der Landparzelle verzögert, wodurch der erwartete Verkaufserlös ausfiel. Insgesamt schlug im Immobilienbereich ein Rückgang von 8,5 Millionen Franken zu Buche; damit sank der Erlös in diesem Bereich um über 80 Prozent.

Die Gruppe schreibt zum ersten Mal seit acht Jahren wieder rote Zahlen. Der Gesamterlös betrug 2012 43 Millionen Franken - 35 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein Rückgang wurde in allen drei Geschäftsbereichen des Industriebetriebs registriert.

Als Gründe nennt die Firma unter anderem Preisdruck, ein kleineres Exportvolumen und den tiefen Euro-Kurs. Zudem habe der fast vollständige Ausfall eines grossen Einzelauftrags aus China die Gruppe rund 4 Millionen Franken gekostet.

Kurzarbeit und keine Dividende

Aufgrund der Verluste hat die Rapid Gruppe bereits letztes Jahr ein gestaffeltes Massnahmenpaket in Kraft gesetzt. Es beinhaltet die Anordnung von Kurzarbeit für den gesamten Betrieb, eine Intensivierung der Akquisitionsanstrengungen im Bereich Contract Manufacturing sowie eine «Anpassung der Kapazitäten» in Produktion und Administration. Ausserdem wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung den Verzicht auf eine Dividende beantragen.

Der Verwaltungsrat beurteilt die Zukunft der Rapid Gruppe trotz Verlusten im vergangenen Jahr «optimistisch». Dank dem Massnahmenpaket erwartet er im Industriegeschäft 2013 ein positives Jahresergebnis. Dazu rechnet er im Immobilienbereich mit dem Verkauf der letzten Baufelder im Limmatfeld (Weidenhof und Limmathof) sowie den ersten Mieteinnahmen aus dem Gebäudekomplex Zypressenhof. Dieser soll ab Januar 2014 bezugsbereit sein.

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