Dietikon
Schüler müssen bald mit weniger Platz im Schulzimmer auskommen

Die Bevölkerung wächst und wächst, doch ein Schulhaus im Limmatfeld kommt frühestens 2019. Deshalb braucht es vorübergehend Provisorien und Klassenverdichtungen. Wo das neue Schulhaus gebaut werden soll, ist aber noch nicht klar.

Sophie Rüesch
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Bis im Limmatfeld ein Schulhaus steht, müssen die Dietiker Schulkinder zusammenrücken. Symbolbild: KEY

Bis im Limmatfeld ein Schulhaus steht, müssen die Dietiker Schulkinder zusammenrücken. Symbolbild: KEY

Der Dietiker Schuljugend stehen gedrängte Zeiten bevor: Weil es noch Jahre dauern wird, bis ein neues Schulhaus im wachsenden Stadtteil Limmatfeld steht, müssen Klassen vorübergehend «verdichtet» werden, wie der Stadtrat in der Antwort auf eine Interpellation von SP-Gemeinderätin Esther Sonderegger-Stadler schreibt. Unumgänglich ist auch der Einsatz von provisorischen Pavillons, um dem Bevölkerungswachstum und damit dem Bedarf nach zusätzlichem Schulraum gerecht zu werden.

Der Stadtrat geht davon aus, dass ein neues Schulhaus «in den Jahren 2019/2020 oder später» bereitstehen wird, wie er schreibt. Mindestens so lange wird die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen, die Ausführung eines Architekturwettbewerbs und der Planungs- und Bauprozess in Anspruch nehmen.

Vorübergehende Klassenschaffung

Eine Übergangslösung ist angesichts Dietikons wachsender Bevölkerung also unumgänglich. Im Schuljahr 2014/15 sollen deshalb die vorhandenen Klassen verdichtet werden. Der Stadtrat schreibt: «Es können ohne Schaffung der eigentlich notwendigen zusätzlichen Schulrauminfrastruktur Klassen vorübergehend ‹geschaffen› werden.»

Im Schuljahr 2015/16 soll dann ein Doppelpavillon mit acht Klassenzimmern, jedoch ohne Gruppenräume, in Betrieb genommen werden. In dieser Phase soll die Klassenverdichtung «mit den entsprechenden Einschränkungen teilweise» gelockert werden. Wo die Provisorien gebaut werden sollen, schreibt der Stadtrat nicht. Bereits als mögliche Standorte genannt wurden die Schulhausareale Zentral oder Wolfsmatt. Mit der Inbetriebnahme eines zusätzlichen Pavillons mit vier Klassenzimmern sollen zwischen den Schuljahren 2016/17 und 2019/20 die «Verdichtungsmassnahmen zurückgefahren werden».

Zum Stand der Planung eines Schulhausneubaus kann der Stadtrat nichts massgeblich Neues berichten: Die Arbeitsgruppe Schulraum Limmatfeld beschäftige sich intensiv mit der Klärung offener Fragen, allen voran der Suche nach einem geeigneten Standort nördlich der Bahngleise. Der Stadtrat entschied bereits im Juli – nach Erhalt der Vernehmlassungsantworten des Gemeindeparlaments –, die politisch nicht mehrheitsfähige Variante Stockwerkeigentum auszuschliessen.

«Spektrum wird sich reduzieren»

Mögliche Standorte für einen Neubau werden nun in Gesprächen mit den Grundeigentümern vertieft abgeklärt. Der Stadtrat geht jedoch davon aus, dass sich «das Spektrum noch reduzieren wird», einerseits aufgrund längerfristiger Mietverträge und anderweitiger Nutzungsabsichten der Eigentümer. Andererseits würden die möglichen Auswirkungen des Moorschutzes bei der Planung eines Neubaus im Bereich Limmatfeld/Stierenmatt immer noch eine grosse «Unbekannte» darstellen, so der Stadtrat.

Zudem überarbeite die Beratungsfirma Wüest & Partner zurzeit die Schulraumplanung, damit die aktuelle Entwicklung der Schülerinnen- und Schülerzahlen in das weitere Vorgehen einbezogen werden kann. Auch das Entwicklungsgebiet Niderfeld soll dabei einfliessen. Eine Gesamtprognose des Schulraumbedarfs soll spätestens im Februar vorliegen.