Weiningen

Schule Weiningen plant vorderhand mit Provisorien

Schulhaus Schlüechti der Primarschule Weiningen.  Archiv/mke

Schulhaus Schlüechti der Primarschule Weiningen. Archiv/mke

Ab dem Schuljahr 2014/2015 steigen die Schülerzahlen im Limmattal an. Damit wird auch der Raumbedarf grösser - auch in Weiningen. Ein konkretes Projekt liegt aber noch nicht vor.

Die Umsetzung des neuen Volksschulgesetzes hat viel Energie gekostet. Nun, da dies endlich geschafft ist, bleibt der Primarschulpflege Weiningen nicht viel Zeit sich auszuruhen. Denn die Schule braucht mehr Platz, um den erwarteten Anstieg der Schülerzahlen bewältigen zu können. Während in Unterengstringen in den Sommerferien die Arbeiten in den beiden Schulhäusern beginnen (az Limmattaler Zeitung von gestern), um auch dort mehr Raum zu schaffen, ist man in Weiningen noch nicht ganz so weit. Ein konkretes Projekt ist noch nicht im Detail ausgearbeitet. Die Planung läuft jedoch auf Hochtouren. Denn die Zeit drängt.

Sowohl im Schulhaus Schlüechti als auch im Kindergarten Föhrewäldli in der Fahrweid werden die Schülerzahlen steigen. Vor allem ab dem Schuljahr 2014/2015, wie Schulpräsidentin Ursula Hintermeister erklärt. «Im Schulhaus Schlüechti führen wir derzeit zwei Kindergärten. Auf nächstes Schuljahr werden dort 48 Kinder unterrichtet. Auf 2014/2015 steigt die Zahl gemäss Geburtenstatistik auf über 59 Kinder im Kindergarten an», so Hintermeister.

Dieser Anstieg bedeute, dass man ab diesem Zeitpunkt einen zusätzlichen Kindergarten brauche. Bereits letztes Jahr habe man die ehemalige Militärküche umgebaut, um dort zwei neue Gruppenräume zu schaffen. In der Fahrweid werde man auf übernächstes Schuljahr ebenfalls einen dritten Kindergarten benötigen.

«Der Anstieg der Schülerzahlen hat eine Kettenreaktion zur Folge. Der Platz für den Mittagstisch reicht bereits heute kaum noch aus», sagt Hintermeister. In Weiningen habe man wie in Unterengstringen das Problem, dass das Schulhaus zu einer Zeit gebaut wurde, wo die heutigen Entwicklungen im Schulwesen noch nicht absehbar gewesen seien.

Neuer Schulhausteil wird Thema

«Möglicherweise verlegen wir den Mittagstisch in ein Provisorium und nutzen den frei gewordenen Platz allenfalls als Kindergarten. Das wird die Planung der nächsten Monate zeigen», so die Schulpräsidentin. Wie in der Nachbargemeinde werde man versuchen, jeden freien Platz im Schulhaus zugunsten des Unterrichts zu nutzen. «Denn durch die neuen Unterrichtsformen und die integrative Förderung ist der Platzbedarf gestiegen», sagt sie.

Die Lösung innerhalb des Schulhauses zu suchen, drängt sich auf. «Wir können das Schulhaus nicht einfach abreissen und neu bauen. Das ist weder von den Kosten noch vom Zeitraum her möglich und sinnvoll», so Hintermeister. Die Planungen gingen dahin, dass die Schule mittelfristige Lösungen suche. «Mit Provisorien dürften wir in den nächsten Jahren auskommen», hält sie fest. Mittel- bis langfristig werde man sich aber überlegen müssen, ob ein neuer Schulhausteil nicht die beste Lösung sei, um die Kapazitätsengpässe zu beseitigen.

Möglicherweise werde man erste Projekte bereits dieses Jahr an der Gemeindeversammlung präsentieren. «Sicher ist, dass bis Ende 2013 die Schulraumplanung für die nächsten Jahre geklärt ist», sagt Hintermeister.

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