Fahrweid

Schule geht neue Wege - auf Zeit

Bis 2020 braucht es Platz für vier zusätzliche Klassen: Schulhaus Fahrweid.

Bis 2020 braucht es Platz für vier zusätzliche Klassen: Schulhaus Fahrweid.

Ein neuer Ausschuss beider Primarschulpflegen soll Weiningen mehr Mitspracherecht einräumen. Dieser soll die Schulqualität überprüfen und Informationen zu Budget, Investitionen und baulichem Unterhalt erhalten.

Zwischen den Primarschulpflegen Geroldswil-Oetwil und Weiningen sollte die «Art der Zusammenarbeit» grundsätzlich neu gestaltet werden, hiess es im Dezember vor zwei Jahren, als der Schülerzuteilungsvertrag für die Schuleinheit Fahrweid gekündigt wurde.

Nun wurde eine neue Vereinbarung ausgehandelt, mit der unter anderem ein neues Gremium ins Leben gerufen wird.

Mario Okle und Daniela Aerne – sie haben die Präsidien der Weininger und Oetwil-Geroldswiler Schulgemeinden inne – sind mit dieser Vereinbarung zufrieden.

«Der ursprüngliche Schülerzuteilungsvertrag war, als er vor rund fünf Jahrzehnten unterzeichnet wurde, das richtige Mittel, da überwiegend Geroldswiler Kinder in der Fahrweid zur Schule gingen», so Okle.

Heute mache er jedoch weniger Sinn, da es sich mittlerweile mit den Schülerzahlen genau umgekehrt verhalte. Denn Weiningen stellt aktuell rund drei Viertel der Schüler, formal hat es aber kein Mitspracherecht.

Die Investitionen für anstehende bauliche Massnahmen, die sich angesichts des hohen Alters des Schulhauses abzeichnen, hätte Geroldswil allein zu tragen.

Keine Entscheidungsmacht

Gemäss der neuen Vereinbarung wird die Primarschulgemeinde Oetwil-Geroldswil weiterhin für die operative Führung der Schule verantwortlich sein. Neu wird aber ein «strategischer Ausschuss» eingesetzt, dem je drei Mitglieder beider Primarschulpflegen angehören – Okle und Aerne werden diesen Ausschuss alternierend leiten.

Er werde die Schulqualität überprüfen und Informationen zu Budget, Investitionen und baulichem Unterhalt erhalten, heisst es in einem kürzlich auf der Website der Schule aufgeschalteten Dokument.

Dieser Ausschuss habe formal zwar keine Entscheidungsmacht, wie Okle sagt. «Doch hoffen wir, dass die jeweiligen Vertreter die Standpunkte des Ausschusses im Gemeinderat Weiningen wie auch in der Primarschulpflege Oetwil-Geroldswil zum Tragen bringen können.»

Neue Form zeichnet sich ab

Vor grössere Herausforderungen werden die beiden Schulpflegen ab dem Jahr 2020 gestellt. Denn: Laut Prognosen wird das Schulhaus Fahrweid bis dann vier zusätzliche Klassen beherbergen müssen, aktuell sind es deren sieben.

«Sollte der Bedarf an Schulraum dies jedoch übersteigen», heisst es in der Vereinbarung, «so verpflichtet sich die Gemeinde, die für den Schülerzuwachs verantwortlich ist, für den zusätzlichen Schulraum aufzukommen.» In welcher Form dies geschehen wird, ist jedoch noch offen.

Wird dieser zusätzliche Raum in einem Neubau oder aber mittels Anbau mit Sanierung des bestehenden Schulhauses bereitgestellt? Fest steht: Laut neuem Vertrag werden am Gebäude nur noch gebundene Ausgaben getätigt.

«Der Bau oder die Erweiterung des Schulhauses wird wiederum an eine neue Form der Zusammenarbeit gekoppelt sein», sagt Okle. Dies, weil Geroldswil nicht alleine die finanziellen Risiken eines neuen Schulhauses tragen solle, das mehrheitlich von Weiningern genutzt wird.

«In den nächsten Jahren gilt es, eine neue Form zu finden. Denkbar wären beispielsweise ein Zweckverband oder eine einfache Gesellschaft», so Okle.

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