An langen Tafeln sitzen unzählige Schüler. Dazwischen immer wieder ein stolzes Elternpaar. Auf zwei langen Tischen sind Kuchen, Getränke und Schinkengipfeli aufgetürmt. Doch nicht der Schulleiter steht auf der Bühne, als sich der grosse Vorhang öffnet, sondern zwei junge Mädchen. Aufgebretzelt und stolz blicken die Schülerinnen in den Saal. «Wir heissen euch herzlich willkommen zu unserem zweiten Spendenfest für das Rote Kreuz.»

Die Idee für dieses Fest hatten Ramona Iuffrida und Tamara Matovic von einer Kollegin. Diese hatte etwas Ähnliches in ihrer Schule organisiert. Die beiden Schülerinnen aus dem Zentralschulhaus Dietikon entwickelten die Idee noch etwas weiter.

Show für den guten Zweck

So entstand eine zweistündige Show für Eltern, Bekannte und Mitschüler, in der gesungen, getanzt und gespielt wurde. Die Einnahmen aus Eintritt und Buffet flossen als Spende ans Rote Kreuz und wird für Kriegs- und Folteropfer verwendet.

Neben dem Eindruck, welchen die Showeinlagen einzelner Schüler hinterliessen, beeindruckte vor allem die Professionalität, mit der die 15-jährige Tamara und die 14-jährige Ramona die ganze Veranstaltung moderierten und koordinierten. Kein Lehrer war im Hintergrund, der im Notfall hätte einspringen können.

Es war auch nicht nötig. Die beiden Sekundarschülerinnen hatten alles bestens im Griff, und ihre Kollegen halfen ihnen, wo sie nur konnten. Die Show wurde ausschliesslich von Schülern aus dem Zentralschulhaus bestritten. Manche sangen ein Lied vor, andere tanzten sich die Seele aus dem Leib und wieder andere stellten sich dem Publikum in einem Improvisationstheater. Dem Publikum gefiel es, und eine glückliche Tamara meinte: «Ich bin sehr zufrieden mit dem Abend. Jetzt hoffe ich nur, dass wir genug Geld sammeln konnten.» – Ramona fällt ihr ins Wort: «Wir haben sicher genug. Ich bin optimistisch.»