Die Schüler der zweiten Sek von Weiningen und Oberengstringen stehen aufgeregt vor dem Eingang zur Turnhalle. In Kürze werden sie einen der ersten Schritte in ihre berufliche Zukunft machen. Nachdem die Jugendlichen im Vorfeld ihre Lieblingsberufe ausgewählt haben, gilt es jetzt, mit Lehrmeistern und Lernenden ins Gespräch zu kommen und sich über die verschiedenen Berufsfelder zu informieren.

Auf die 177 Schüler wartet am Dienstagnachmittag eine grosse Vielfalt an Berufen. 25 grosse und kleine Unternehmen aus der Region zeigen, welche Berufe sie anbieten. Darunter sind kaufmännische, soziale und handwerkliche Tätigkeiten gleichermassen vertreten. Die Unternehmen präsentieren sich an den Ständen mit Infoblättern, Kugelschreibern und Süssigkeiten. Zum Teil gibt es auch die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen. Wer sich für Verpackungstechnologie interessiert, kann sich beispielsweise im richtigen Zusammenfalten von Schachteln üben.

Viele Schüler halten einen Zettel mit Fragen in der Hand. Diesen haben sie während einer Vorbereitungslektion erarbeitet. Er hilft ihnen nun dabei, mit den Verantwortlichen der Unternehmen ins Gespräch zu kommen und die richtigen Fragen zu stellen. Einige benutzen die Gelegenheit, um die Antworten schriftlich festzuhalten.

Für welche Berufe interessierst Du Dich? 

«Wir haben jedem Schüler zwei Gesprächstermine zugeteilt. So wollen wir auch schüchterne Schüler aus der Reserve locken», sagt Projektleiter Michel Meier. Zusammen mit sieben anderen Vertretern des Elternrats der Oberstufe ist er für die zweite Berufsmesse im Schulhaus in Weiningen verantwortlich. «Die kommunikationsschwächeren Schüler begleiten wir besonders eng», sagt Meier. Sie werden von Lehrpersonen und Vertretern des Elternrats angespornt, ihre Fragen zu stellen.

Die Berufsmesse wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal durchgeführt. Die Reaktionen darauf waren laut Meier sehr positiv. Die Unternehmen schätzten den frühzeitigen Kontakt mit den potenziellen Lernenden und die Möglichkeit, sich bekannt zu machen. «So profitieren sowohl die Schule als auch die Unternehmen von diesem Anlass», sagt er.