Emotionen 2010
Schöner als Ostern und Weihnachten zusammen

Die Dietikerin Marion Finocchiaro-Peyer hat ihre Katze drei Monate lang vermisst. Erst Anfang Jahr konnte sie Mira wieder in ihre Arme schliessen.

Sandro Zimmerli
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Vermisst

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Limmattaler Zeitung

«Es war ein sensationelles Gefühl, schöner als Ostern und Weihnachten zusammen», erinnert sich Marion Finocchiaro-Peyer an ihren emotionalsten Moment 2010. Nach drei Monaten voller Hoffen und Bangen konnte die Dietikerin ihre Katze Mira Anfang Jahr wieder in die Arme schliessen. Eine Odyssee durch die halbe Deutschschweiz gipfelte in einem Happy End.

Ihren Anfang nahm die Geschichte im Herbst 2009. Damals verschwand Mira spurlos. «Sie ist eine neugierige Katze und gerne draussen. Als ich an diesem Tag nach Hause kam und Mira nicht auf mein Rufen reagierte, wusste ich, dass etwas nicht stimmte», erinnert sich Finocchiaro-Peyer. Ihre Leidenszeit begann. «Ich habe eine Zeitlang gar nicht mehr gut geschlafen», sagt sie. Immer wieder habe sie den Werkhof angerufen, um zu fragen, ob ihre Katze gefunden worden sei. Zudem habe sie auf der Website der Schweizerischen Tiermeldezentrale eine Vermisstenmeldung aufgegeben. Das sollte schliesslich der entscheidende Schritt sein, um Mira wieder zu bekommen.

Vermutlich mit Zügelwagen gereist

«Mira wurde in Wiedikon gefunden und von einer älteren Frau aufgenommen», so Finocchiaro-Peyer. Wie ihre Katze dorthin gelangte, darüber kann sie nur spekulieren. «Vermutlich ist sie aus Neugierde in einen Zügelwagen gekrochen und so nach Zürich gekommen», sagt die Katzenliebhaberin. Mira sei dann einige Zeit bei der Frau geblieben, bis diese die Katze nicht mehr wollte. «Durch einen Tipp ihrer Physiotherapeutin ist die Finderin auf ein Tierheim in Schaffhausen aufmerksam gemacht worden, wo Mira schliesslich untergebracht wurde», erklärt sie.

Das Tierheim meldete den neuen Bewohner der Tiermeldezentrale. «Ich erhielt einen Anruf, dass eine Katze gefunden wurde, die meiner stark gleiche. Auf den Bildern, die mir geschickt wurden, erkannte ich sie wegen des Winterfells allerdings nicht», so Finocchiaro-Peyer. Erst als sie persönlich nach Schaffhausen reiste, habe sie Mira wieder erkannt. «Dann flossen Tränen. Es hat sich gelohnt, die Hoffnung nie aufzugeben», hält sie fest.

Mira geniesst es, wieder zu Hause zu sein. «Allerdings ist sie vorsichtiger geworden, wenn sie draussen ist», erklärt ihre Besitzerin. Zudem habe sie ihrer Katze einen Chip implantieren lassen, damit man sie orten und schnell wieder finden könne, falls sie nochmals verschwinden sollte. «Denn so etwas wie in jenen drei Monaten will ich nie wieder erleben.»