Gemeindeschreiber
Schmutzkampagne blieb erfolglos – Angelo Umberg verlässt Birmensdorf auf Ende Jahr

Die Schmutzkampagne gegen den Birmensdorfer Gemeindeschreiber blieb ohne Erfolg. Angelo Umberg ist neuer Walenstadter Gemeindepräsident und wird Birmensdorf den Rücken kehren.

Merken
Drucken
Teilen
Er will die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit in der Verwaltung fördern – Gemeindeschreiber Angelo Umberg. FNI

Er will die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit in der Verwaltung fördern – Gemeindeschreiber Angelo Umberg. FNI

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge blickt der Birmensdorfer Gemeindeschreiber Angelo Umberg auf den Wahlsonntag zurück. So wurde er zwar zum neuen Walenstadter Gemeindepräsidenten gewählt, was ihn freut, seine Stelle in Birmensdorf muss er nun aber aufgeben. «In Walenstadt ist das Gemeindepräsidium ein Vollzeitamt», sagt er auf Anfrage. So stehe er künftig der Verwaltung aber auch dem Gemeinderat vor, für Birmensdorf bleibt da keine Zeit. So sucht die Gemeinde auf Anfang 2017 einen neuen Gemeindeschreiber, der in Umbergs Fussstampfen tritt.

Im Vorfeld zu seiner Wahl vom vergangenen Sonntag wurde ein Flugblatt in Umlauf gebracht, welches dazu riet, Umberg nicht zu wählen. Urheber des Flyers war Archivar Alfred Tanner, der von seinem Mandat zur Betreuung des Gemeindearchivs in Birmensdorf entlassen wurde. Genaue Angaben dazu, warum er die Nichtwahl von Umberg empfahl, machte Tanner nicht. Nun im Nachhinein geht Umberg davon aus, dass ihm diese Schmutzkampagne eher genützt als geschadet hat. «Einerseits hat sie wohl meinen Bekanntheitsgrad erhöht, da mehrere Medien darüber berichteten», sagt er. Andererseits habe die Bevölkerung auch erlebt, wie er sich in einer schwierigen Situation verhalte. «Ich verbrachte am vergangenen Samstagnachmittag mehrere Stunden vor dem Gemeindehaus und habe mich mit Walenstadtern unterhalten. Bis zu dreissig Leute befanden sich gleichzeitig vor Ort», so Umberg. Dies habe den Menschen wohl gezeigt, dass er Rede und Antwort stehe und nichts zu verbergen habe.

Obwohl sich Umberg auf seine neuen Aufgaben im St. Gallischen Walenstadt freut, werde er die Zusammenarbeit mit dem Birmensdorfer Gemeinderat wie auch jene mit der Verwaltung vermissen, sagt er. (aru)