Schlieren/Unterengstringen
Andreas Geistlich verlässt den Kantonsrat nach zehn Jahren – Yiea Wey Te rückt nach

Nach zehn Jahren im Kantonsrat ist Schluss: Der Schlieremer Unternehmer Andreas Geistlich (FDP) ist beruflich stark gefordert und macht nun im Kantonsrat Platz für den Unterengstringer FDP-Gemeinderat Yiea Wey Te.

David Egger
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Andreas Geistlich (FDP).

Andreas Geistlich (FDP).

Severin Bigler

Bei der Kantonsratssitzung am Montag informierte der Schlieremer Kantonsrat Andreas Geistlich (FDP) den Rat darüber, dass er sein Amt vorzeitig abgibt. Und zwar per Ende April. Damit geht eine Ära zu Ende. Seit 2002 hat er 13 Jahre im Gemeindeparlament Schlieren und 10 Jahre im Kantonsrat politisiert. «Das liberale Gedankengut und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz waren dabei meine Richtlinien. Denn nur eine gesunde Wirtschaft kann den Staat finanzieren. Und gerade in den Arbeitsplatzgemeinden des Limmattals nimmt die Wirtschaft bekanntlich eine besonders wichtige Rolle ein», schreibt er in einer Mitteilung. Darin begründet er auch seinen Rücktritt: «Mein berufliches Umfeld ist höchst herausfordernd und die gleichzeitige Ausübung politischer Ämter ist ein Zusatzaufwand, welchen ich nicht länger stemmen kann.»

Was Andreas Geistlich im Rückblick als Highlights bezeichnet

Im Kantonsrat war Geistlich zuletzt in der Kommission für Wirtschaft und Arbeit (WAK). Die Förderung des Innovationsstandorts Zürich und die kantonale Umsetzung der nationalen Steuerreform (STAF) sowie die Reduktion der Besteuerung von Kapitalbezügen aus der Vorsorge seien dabei Highlights gewesen, schreibt Geistlich. Und: «Als bereichernder Kontrapunkt eröffneten mir die Beratungen für das neue Jagdgesetz in der WAK eine Welt, die mir bis dato völlig fremd war.» Bevor Geistlich in der WAK war, engagierte er sich in der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit und in der Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit.

Die Politik behält Andreas Geistlich in guter Erinnerung

Folgt auf Andreas Geistlich: der Unterengstringer FDP-Gemeinderat Yiea-Wey Te.

Folgt auf Andreas Geistlich: der Unterengstringer FDP-Gemeinderat Yiea-Wey Te.

Sandra Ardizzone

Die Zeit in der Legislative habe sein Vertrauen in die politischen Prozesse gestärkt, so Geistlich. Die Mühlen der Politiken mahlten zwar langsam, aber die Resultate seien «allermeistens ausgewogen und somit mehrheitsfähig». Dies verhelfe der Schweiz zu einem ihrer wichtigsten Erfolgsfaktoren: der politischen Stabilität.

«Jahrelange, ausgezeichnete politische Arbeit»

Für Geistlich rückt der Unterengstringer FDP-Gemeinderat Yiea Wey Te nach. Geistlich wünscht ihm alles Gute. Die FDP Bezirk Dietikon dankte Geistlich gestern Abend in einer Mitteilung für seine «jahrelange, ausgezeichnete politische Arbeit».

Die Redaktion empfiehlt: ein Portrait über Yiea Wey Te aus dem Sommer 2019