Gesamterneuerungswahlen 2018

Schlierens Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin nimmt den Hut: «Ich stelle mein Amt zur Verfügung»

An den Gesamterneuerungswahlen 2018 wird der Schlieremer Stadtpräsident Toni Brühlmann nicht mehr antreten.

An den Gesamterneuerungswahlen 2018 wird der Schlieremer Stadtpräsident Toni Brühlmann nicht mehr antreten.

Im kommenden Jahr werden die Exekutiven der Städte und Gemeinden neu gewählt. 20 der 73 Exekutivmitglieder des Limmattals haben sich bereits jetzt entschieden, ob sie erneut antreten.

 Der Schlieremer Stadtpräsident tritt 2018 nicht zur Wiederwahl an. «Ich stelle mein Amt zur Verfügung», sagt Toni Brühlmann-Jecklin (SP) auf Anfrage. Seine Kollegen im Stadtrat sowie seine Partei habe er über die Pläne informiert. «Amtsmüde bin ich überhaupt nicht», sagt der 70-Jährige. Doch wolle er einer jüngeren Person anlässlich der Gesamterneuerungswahlen Platz machen und zudem sei es auch ein guter Zeitpunkt, um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Zwar nimmt seine politische Laufbahn ein Ende, nicht aber seine berufliche. Er werde weiterhin als Therapeut tätig sein. Brühlmann wurde im März 2010 zum Stadtpräsidenten gewählt.

Krebs und Stiefel sind dabei

Bereits für eine erneute Kandidatur haben sich die beiden Frauen in der Schlieremer Regierung entschieden. Beatrice Krebs und Manuela Stiefel (beide FDP) sagen auf Anfrage, dass sie beabsichtigen, im kommenden Jahr erneut anzutreten. Ihre Ratskollegen Pierre Dalcher und Christian Meier (beide SVP) äussern sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. «Wir beide möchten unsere Vorstellungen erst mit unserer Partei und Parteibasis besprechen, bevor wir uns an die Öffentlichkeit wenden», sagt Dalcher auf Anfrage. Markus Bärtschiger (SP) habe sich zwar bereits Gedanken über seine politische Zukunft gemacht. Doch auch er verzichtet darauf, diese zu kommunizieren, da er erst mit seiner Partei Rücksprache halten möchte.

Nicht nur Schlieren wählt im 2018: Sämtliche Stadt- und Gemeinderäte des Bezirks werden an den Gesamterneuerungswahlen vom kommenden Jahr neu bestellt. Brühlmann ist dabei nicht der einzige Exekutivpolitiker des Limmattals, der im kommenden Jahr den Hut nimmt. Auch der Weininger Finanzvorstand Rolf Bärenbold (FDP) wird nicht wieder antreten, wie er gegenüber der Limmattaler Zeitung erklärt. Bärenbold war 28 Jahre in der Gemeindepolitik tätig, davon sechs als Mitglied der Rechnungsprüfungskommission und 22 im Gemeinderat. Gemeindepräsident Hanspeter Haug (SVP) tönte in einem Interview vor zwei Jahren in dieser Zeitung ebenfalls an, nicht mehr antreten zu wollen. Heute möchte er dazu jedoch keine Stellung nehmen. Ausser Hans-Peter Stöckl (FDP), der sich grundsätzlich bereit erklärt, erneut anzutreten und eine definitive Entscheidung erst im Herbst trifft, halten sich auch die restlichen Weininger Gemeinderäte bedeckt.

Hier können Sie sich einen Überblick beschaffen:

Hier können Sie sich einen Überblick beschaffen:

Urs Rimensberger hört auf

Ein weitaus konkreteres Bild zeigt sich in Urdorf. Dort wird der parteilose Urs Rimensberger im kommenden Jahr nicht mehr antreten. Er ist seit 2007 in der Exekutive und war erst für das Ressort Sicherheit und Gesundheit, dann für die Liegenschaften und Sportbetriebe zuständig. Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner (EVP), Andreas Herren (SP), Olivier Buchs (FDP), Danilo Follador (CVP) und Roland Stämpfli (SVP) wollen im kommenden Jahr erneut antreten. Einzig Finanzvorstand Thomas Hächler (FDP) sagt, dass eine Entscheidung noch nicht gefallen sei.

Der Finanzvorstand von Birmensdorf hat sich hingegen bereits entschieden. Nach über 14 Jahren wird Werner Haab (SVP) nicht mehr für eine weitere Legislatur kandidieren. Mit Ausnahme des Gemeindepräsidenten Werner Steiner (SVP), der nicht zu erreichen war, geben dafür die restlichen Exekutivmitglieder ihre Zusage für 2018. Paul Gähler (CVP), Annegret Grossen-Gabriel (FDP), Hans Rudolf Keller (SVP), Barbara Puricelli (FDP) und Bruno Knecht (parteilos) wollen alle wieder antreten.

Ebenfalls bereits jetzt gibt es einige Zusagen aus Oberengstringen. Gemeindepräsident André Bender (SVP) verweist zwar darauf, dass noch keine Gespräche mit der Partei geführt worden seien. «Doch von meiner Seite besteht die Absicht, nochmals zu kandidieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen», sagt er. Kurt Leuch (PFE) ist entschlossen: «Ich werde, wenn man mich nochmals wählt, weitermachen.» Auch das jüngste Exekutivmitglied – David Specker (FDP) ist erst seit vergangenem Jahr dabei – sendet positive Signale: «Das Amt gefällt mir gut und es gibt noch einiges zu tun. Bezüglich der Wahlen laufen derzeit die ersten Gespräche.» Elsbeth von Atzigen (parteilos) habe für sich noch keinen Entscheid gefällt und auch Jean Fritz Weber (SVP) sagt auf Anfrage, dass es noch zu früh sei: «Ich entscheide nicht vor den Sommerferien.»

Noch keine Angaben gibt es von der Dietiker Exekutive. Stadtpräsident Otto Müller (FDP) will sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äussern. Auch Jean-Pierre Balbiani, Roger Brunner sowie Roger Bachmann (alle drei SVP) verweisen darauf, dass weder eine persönliche Entscheidung noch eine vonseiten der Dietiker Stadtpartei gefällt worden sei. Das Vorgehen bezüglich Gesamterneuerungswahlen 2018 werde wahrscheinlich im Spätsommer bestimmt, sagt Brunner. Auch Bauvorsteherin Esther Tonini (SP) hält sich bedeckt: «Momentan ist noch alles offen.»

Im Sommer wird diskutiert

In der Unterengstringer Exekutive sei die Gesamterneuerungswahl noch nicht Gesprächsgegenstand gewesen, wie Vize-Präsident Simon Wirth (FDP) auf Anfrage sagt. «Sobald die Zeit reif ist, werden sich die Gemeinderäte zu diesem Thema äussern.» Erst in der zweiten Jahreshälfte werden die Uitiker Gemeinderäte darüber befinden, ob sie erneut für ein Amt in der Exekutive antreten, wie Gemeindeschreiber Sinisa Kostic sagt. Dies wird die erste Gesamterneuerungswahl in Uitikon nach der Abschaffung der stillen Wahl, die das Stimmvolk im Februar gutgeheissen hatte. Auch von den Gemeinderäten in Aesch und Oetwil gibt es keine Stellungnahmen. Ab Mitte August würden die Wahlen 2018 im Gemeinderat und in den Ortsparteien ernsthaft diskutiert werden, sagt etwa Walter Bühler (SVP/Oetwil). Bereits etwas früher, im Juli, wird die Geroldswiler Exekutive in ihrer Klausur über die Gesamterneuerungswahlen sprechen. Sich vorher in den Medien zu äussern, ergebe daher keinen Sinn, sagt Gemeinderätin Veronika Neubauer (SVP).

SaW Newsletter

Meistgesehen

Artboard 1