Schlieren
Schlierens Pendler finden nun mehr Schutz

10 Jahre nach dem Neubau der Engstringerbrücke wurde die Wartehalle ausgebaut.

Florian Niedermann
Drucken
Teilen
So sieht die neue, vergrösserte Wartehalle mit Wetterscutz gegen Westen aus.

So sieht die neue, vergrösserte Wartehalle mit Wetterscutz gegen Westen aus.

Florian Niedermann

Wind, Regen und Kälte waren Pendler ausgesetzt, die auf der Ostseite der Engstringerbrücke am Bahnhof Schlieren auf den Bus warteten. Damit ist jetzt Schluss: Gestern — 10 Jahre nach dem Neubau der Brücke über die Bahngleise — konnte die Stadt Schlieren zusammen mit Vertretern der Gemeinden Oberengstringen, Unterengstringen und Weiningen sowie Projektleiter Ueli Zbinden und seiner Mitarbeiterin Sylvia Müller die neue Buswartehalle eröffnen. Diese ist grösser als das bisherige Wartehäuschen und mit einer Glasfront gegen Westen als Windschutz ausgerüstet.

«Nun können die ‹Ennetwässler› auf dem Arbeitsweg am ‹Schärme› warten», sagte die Liegenschaftsvorsteherin Manuela Stiefel (FDP) vor dem traditionellen Durchschneiden des Bandes am Eingang der Halle. Die «Ennetwässler» — die Bewohner der Gemeinden rechts der Limmat — bilden den grösseren Teil der Pendler, welche die Haltestelle auf der Engstringerbrücke nutzen.

Es erstaunt deshalb nicht, dass es der Unterengstringer Hochbauvorstand Simon Wirth (FDP) war, der 2011 erste Gespräche anstoss, um gemeinsam mit den anderen Gemeinden den Ersatzbau für die Wartehalle Ost anzugehen. «Für uns war es ein langer Leidensweg, bis das Projekt umgesetzt wurde», sagte er. Zwar sei bereits bei der Planung der Brücke klar geworden, dass der Wetterschutz der vorgesehenen Haltestelle unbefriedigend ist. Doch habe man sich nicht auf eine verbesserte Variante einigen können, so Wirth.

Bau erfolgte in 16 Nächten

Eine besondere Herausforderung stellte für die Projektleitung der Bau der halle dar: Weil es die Statik nicht zuliess, das bestehende Bushäuschen zu erweitern, musste es rückgebaut und die neue Wartehalle neu aufgebaut werden. Weil dazu die Gleise unter der Brücke nicht befahren werden durften, blieben den Baufirmen des Nachts rund fünfeinhalb Stunden für ihre Arbeit. Dank guter Witterung konnte das Projekt dennoch in 16 Nächten realisiert werden.

Finanziert haben die vier Gemeinden das rund 330 000 Franken teuere Projekt gemeinsam nach einem Kostenschlüssel. Den grössten Beitrag bezahlte die Stadt Schlieren mit 140 000 Franken. Obwohl sie beim Neubau der Engstringerbrücke noch mit im Boot war, entschied sich die Gemeinde Urdorf aus Spargründen gegen eine Beteiligung an der Wartehalle.