Schlieren
Voraussichtlich fällt das Feuerwerk weg – Parlament bewilligt 300'000 Franken fürs Schlierefäscht

Das Parlament bewilligt 300000 Franken für den Grossanlass und äusserte in der Debatte grösstenteils Vorfreude

David Egger
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Noch 793 Tage: Am 1. September 2023 soll das nächste Schlierefäscht eröffnet werden.

Noch 793 Tage: Am 1. September 2023 soll das nächste Schlierefäscht eröffnet werden.

Alex Spichale

Bald ist es schon zwei Jahre her: Das letzte Schlierefäscht fand vom 30. August bis 8. September 2019 statt. Der Vierjahresrhythmus soll beibehalten werden, die Planungen für das Schlierefäscht 2023 sind bereits gestartet. Und am Montagabend hat nun das Schlieremer Parlament den städtischen Beitrag von 300000 Franken an den Verein Event Schlieren genehmigt – einstimmig.

Das OK äusserte sich am Dienstag in einer Mitteilung zum Parlamentsentscheid: «Das Organisationskomitee freut sich riesig über die Genehmigung des Beitrags der Stadt Schlieren.» Die Stadt setze damit ein klares Zeichen für eine normalisierte Zukunft, in der geselliges Beisammensein, Kultur und Begegnung wieder zum gewohnten Alltag zählen. Das bekannte Motto des zehntägigen Stadtfests «Schliere lacht» gelte auch 2023 wieder. «Die bisherigen Planungsarbeiten des OK werden nunmehr fortgeführt und konkretisiert. Wir sind fest davon überzeugt, mit der Bevölkerung von Schlieren vom 1. bis 10. September 2023 ein fröhliches und unvergessliches Stadtfest zu erleben.»

Im gleichen Jahr finden auch das Zürifäscht, die Phänomena und die Badenfahrt statt

Im Parlament hatte Walter Jucker (SP) von der Geschäftsprüfungskommission (GPK) klar gemacht, dass 2023 zwar auch die Badenfahrt und das Zürifäscht stattfinden, diese werden aber fertig sein, bevor das Schlierefäscht beginnt, sodass sich die drei Feste nicht überlappen. In Dietikon wird 2023 zudem die mehrmonatige «Phänomena» stattfinden. Gaby Niederer (QV) hielt fest, dass der QV den Vierjahresrhythmus des Fests befürworte. Es sei aber sicher sinnvoll, den Sponsoringverlauf bis Ende 2021 als Barometer zu nehmen für den Entscheid, ob das Fest tatsächlich 2023 stattfindet oder auf 2025 verschoben werden muss.

Sabrina Berri ist die neue OK-Präsidentin vom Schlierefäscht.

Sabrina Berri ist die neue OK-Präsidentin vom Schlierefäscht.

zvg/Sandro Barbieri

Das Schlierefäscht 2023 wird das erste mit Sabrina Berri als OK-Präsidentin sein. Sie folgt auf Rolf Wild. «Eine würdige Nachfolgerin», wie Thomas Grädel (SVP) sagte. Sarah Impusino (Mitte) äusserte Bedenken, dass das Fest «wieder zu gross wird und zu lange dauert», sodass nicht alle Vereine mitmachen werden, weil es zu viele Ressourcen binde. «Wir wollen aber keine Verhinderer sein, denn dieses Fest ist gut für die Gesellschaft und das Zusammenleben.» Diarta Aziri (SP) sagte, dass das Fest als Ort, an dem Gross und Klein zusammenkommen und lachen können, nach der schwierigen Coronazeit umso wertvoller sei.

Aus ökologischen Gründen kein Feuerwerk mehr

Auf entsprechende Voten aus dem Parlament sagte Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP) zudem, dass es beim nächsten Schlierefäscht «mit grösster Wahrscheinlichkeit» kein Feuerwerk mehr gebe – aus ökologischen Gründen, den Tieren zuliebe und weil man das Feuerwerk sowieso in Dietikon und Zürich besser sehe als direkt in Schlieren.

Schlieremer Ratstelegramm