Schlieren
Viel zu tun: Die Post baut eine provisorische Lagerhalle in Mülligen, weil der Platz fehlt

Wegen des stets wachsenden Online-Handels und dem Einbau einer Mix-Mail-Anlage muss die Post in Mülligen ausbauen. Eine temporäre Lagerhalle für eine Millionen Franken soll das Platzproblem lösen.

Alex Rudolf
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Das Briefzentrum Mülligen der Post von der Zürcherstrasse aus betrachtet.

Das Briefzentrum Mülligen der Post von der Zürcherstrasse aus betrachtet.

Bild: Key

Im Postzentrum Mülligen in Schlieren herrscht reges Treiben. Erst im vergangenen November weihte die Post mit einer sogenannten Mix-Mail-Anlage eine beeindruckende Neuheit ein. Besagte Anlage verarbeitet stündlich bis zu 19'000 Sendungen. «Aufgrund des boomenden Online-Handels und wegen der aktuellen Corona-Situation verzeichnet die Post seit mehreren Monaten rekordhohe Paketmengen», sagt Postsprecher Markus Werner auf Anfrage. Weil der Platz knapp wird, plant die Post nun beim Briefzentrum eine zusätzliche Halle als Provisorium, wie er ausführt.

Wie die Einsicht in die Baupläne zeigt, wird die Halle auf der östlichen Gleisseite des Postzentrums erstellt. Sie ist rund 45 Meter lang, 15 Meter breit und knapp 11 Meter hoch. Was gedenkt die Post darin genau unterzubringen? Werner sagt, dass das neue Gebäude als Zwischenlager für sogenannte Leergebinde dienen wird. Dabei handelt es sich um nicht beladene Transportbehälter wie beispielsweise Rollboxen (siehe Bild).

So sieht eine Rollbox aus. Beim Postzentrum Mülligen baut der gelbe Riese voraussichtlich eine Halle unter anderem für die Lagerung solcher Gebinde.

So sieht eine Rollbox aus. Beim Postzentrum Mülligen baut der gelbe Riese voraussichtlich eine Halle unter anderem für die Lagerung solcher Gebinde.

Bild: zvg

Kosten wird die neue Anlage rund eine Million Franken. Wann das Gebäude fertiggestellt wird, kann Werner noch nicht sagen. Denn das Projekt sei noch nicht definitiv beschlossen worden. Fest steht hingegen, wie lange die Halle - wird sie denn erstellt - stehen bleiben soll: nämlich fünf Jahre.

Das Gebäude, das 1985 vom bekannten Zürcher Architekten Theo Hotz erstellt wurde, war ursprünglich als Paketzentrum geplant. 2007 wurde es zum Briefzentrum umgebaut. In den kommenden Jahren seien in und am Gebäude verschiedene Sanierungsmassnahmen vorgesehen, zum Beispiel an den Belagsflächen, wie Werner ausführt.