Städteranking

Schlieren und Dietikon tauschen die Plätze im Städteranking

Schlieren ist im zehnten Städteranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» auf dem 23. Rang. Im Bild der Schlieremer Ausschnitt des Limmatstadt-3D-Modells.

Schlieren ist im zehnten Städteranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» auf dem 23. Rang. Im Bild der Schlieremer Ausschnitt des Limmatstadt-3D-Modells.

Die Limmattaler Nachbarstädte Schlieren und Dietikon liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die Zeugnisse sind da. Nicht die der Schüler, sondern die der Städte. Im Städteranking, das jedes Jahr von der Beratungsfirma Wüest Partner in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsmagazin «Bilanz» herausgegeben wird, überholt Schlieren Dietikon.

Schlieren steht nun auf dem 23. Rang, Dietikon auf dem 24. Rang. Urdorf fällt einen Rang zurück und landet auf dem 61. Platz. Um die Wette eiferten total 162 Schweizer Städte. Siegerin ist heuer wieder die Stadt Zürich. Die Lebensqualität wurde anhand von elf Faktoren berechnet. In der Kategorie Soziales steht Schlieren auf dem 2. Platz. Dietikon landet in der Kategorie Bevölkerung und Wohnen auf dem 7. Platz.

«Viele Gemeinden in der Agglomeration entwickeln sich zu Städten», sagt Patrick Schnorf, Partner bei Wüest Partner. Er glaubt, dass die Agglomerationsgebiete die Spitzenreiter im Ranking – Zürich, Basel oder Bern – kaum überholen können.

In Urdorf nimmt man das Resultat zur Kenntnis. «Wir finden das Ergebnis, als einen von vielen Standortindikatoren, interessant», sagt Patrick Müller, Leiter der Standortförderung der Gemeinde. In Schlieren ist man erfreut. «Wir haben es über die Jahre nach vorne geschafft. Das ist unsere Bestplatzierung», sagt Albert Schweizer, Leiter der Standortförderung der Stadt Schlieren.

Auch Michael Seiler, Leiter der Standortförderung der Stadt Dietikon, zeigt sich zufrieden: «Es ist klar, dass es an der Spitze der Rangliste dünn wird. Es ist schwieriger aufzusteigen.» Dass Schlieren Dietikon überholt hat, sieht er locker: «Albert Schweizer und ich haben unsere eigene Rangliste», sagt Seiler. Schweizer stimmt zu: «Wir sind sportlich, aber kollegial. Wir fiebern immer auf das Ranking hin. Und gratulieren uns gegenseitig.» Schlieren sei für einmal vor Dietikon. Lustig findet Schweizer, dass die beiden Nachbarstädte immer dicht beieinander seien.

Isabel Häberling von Wüest Partner, die das Ranking durchgeführt hat, misst der Änderung um einen Platz keine grössere Relevanz bei: «Eine Umplatzierung dieser Art geschieht schnell. Das können kleine Verschiebungen auf der Rangliste in ein oder zwei Unterkategorien sein und schon steigt oder sinkt eine Stadt im gesamten Ranking.»

Seiler vermutet, dass die Lebensqualität in Dietikon in den nächsten Jahren stabil bleibt und die Stadt nicht gross auf- oder absteigen wird. «Man kann Plätze verlieren, ohne schlechter geworden zu sein.» Natürlich profitiere man von grossen Bauprojekten, diese lösen dann jeweils einen Aufstieg aus. «Aber unabhängig vom Städteranking werden wir uns positiv weiterentwickeln.»

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