Schlieren
«Tri-tra-trallala, der Kasperli ist da»: Auf der Pischte 52 führt die Familie Liebe ihr Weihnachtstheater auf

Das Zelt war bei der ersten Aufführung der Weihnachtskasperli-Aufführung in Schlieren voll. Der Held begegnet dem Weihnachtsmann und muss Räuber Hotzenplotz entgegentreten.

Celia Büchi
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Der klassische rote Vorhang und die Lichter an der Zeltdecke strahlen eine magische Atmosphäre aus.
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Der Räuber Hotzenplotz streckt seine Diebesfinger aus.
Der Weihnachtsmann hilft Kasperli, seine Geschenke zu retten.
Mario Liebe begrüsst die Zuschauerinnen und Zuschauer im Zelttheater.

Der klassische rote Vorhang und die Lichter an der Zeltdecke strahlen eine magische Atmosphäre aus.

Valentin Hehli

«Der Kasperli freut sich und die Kinder noch mehr.» So wurden am Mittwoch die Kleinen und Grossen im Zelttheater auf der Pischte 52 in Schlieren willkommen geheissen. Es war die erste Aufführung des Weihnachtskasperlitheaters der Familie Liebe in Schlieren. Noch bis am 9. Januar werden Kasperli und seine Freunde die Bühne betreten.

Schon 20 Minuten vor Beginn der Aufführung waren fast alle Plätze im beheizten Zelt besetzt. Es ist mit Tannenzweigen geschmückt und an der Decke tanzen farbige Lichter einer Discokugel. Voller Vorfreude rutschten die Kinder auf ihren Plätzen herum. Dann endlich rief der Handpuppenspieler Mario Liebe den Kasperli auf die Bühne. Zuerst waren jedoch nur laute Schnarcher zu hören, bevor sich Kasperli auf die Socken machte und mit einem «Tri-tra-trallala» auf die Bühne trat.

Bald leisteten Seppel und der Hund Wuschel Kasperli Gesellschaft. Die Kinder amüsierten sich über Wortspiele, Reime und ungeschickte Zusammenstösse.

Der Weihnachtsmann steht Kasperli zur Seite

Später kam dann der böse Räuber Hotzenplotz ins Spiel und die Augen im Zelt wurden grösser. Er schnappte sich den Sack voller Weihnachtsgeschenke, die Kasperli für seine Freunde besorgt hatte, und entführte Wuschel in den Räuberwald. Glücklicherweise hatte Kasperli den Weihnachtsmann und den Polizisten an seiner Seite. Mit ihrer Hilfe und mit List gelang es Kasperli, den Räuber zu überwältigen.

Während der Aufführung wurden die Kinder stets miteinbezogen. Mit lauten «Ja»- und «Nein»-Rufen beantworteten sie eifrig die Fragen der Handpuppen und klatschten zu den eingängigen Melodien, die immer wieder abgespielt wurden.

Jason Liebe, der Sohn des Handpuppenspielers Mario Liebe, half hinter der Bühne und verkaufte in der Pause Zuckerwatte.

Jason Liebe, der Sohn des Handpuppenspielers Mario Liebe, half hinter der Bühne und verkaufte in der Pause Zuckerwatte.

Valentin Hehli

In der kurzen Pause des rund einstündigen Stückes konnten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer mit Zuckerwatte und anderen Schleckereien für die zweite Hälfte stärken.

Kasperli bereist das deutschsprachige Europa

Schon seit 1921 führt die Münchner Familie Liebe Kasperlitheater mit originalen Hohnsteiner Handpuppen auf. Die Puppen seien über 100 Jahre alt und würden alle zehn Jahre restauriert, sagt Mario Liebe. Er ist passionierter Handpuppenspieler in der dritten Generation. Das ganze Jahr über reise er mit dem Puppentheater durch das deutschsprachige Europa und erfreue die Leute mit seinen Stücken.

In Schlieren führt die Familie Liebe ihr Weihnachtskasperlitheater noch bis zum 9. Januar täglich um 15 Uhr auf. Ruhetage sind der 24. und der 31. Dezember sowie der 1. Januar. Im Zelttheater gilt 2G- und Maskenpflicht für Erwachsene.

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