Winterdienst

Schlieren testet den Einsatz von Sole statt Salz

Schlieren, weiss in weiss: Der Schnee liess am Wochenende fast alle Farben verschwinden.

Schlieren, weiss in weiss: Der Schnee liess am Wochenende fast alle Farben verschwinden.

Mit der Stadt Schlieren setzt eine weitere Zürcher Gemeinde auf den Einsatz von Sole statt Salz, um Strassen und Trottoirs eisfrei zu halten. Auch das kantonale Tiefbauamt prüft eine Umstellung. Diese würde aber einiges kosten.

Im Gegensatz zum Salz, das auf das bereits entstandene Eis gestreut wird, wirkt die Sole bereits am Vorabend. Zeichnet sich überfrierende Nässe ab, kann die Salzlösung schon Stunden vorher versprüht werden. Der grosse Vorteil: Es wird weniger Salz benötigt, was die Umwelt schont und Kosten spart.

Mit der Stadt Schlieren setzt nun eine weitere Zürcher Gemeinde auf diese Art der Eisbekämpfung. Allerdings nur als Test: Schlieren habe einen Solestreuer für Trottoirs gemietet, schreibt die Stadt in einer Mitteilung vom Montag. Ob sich das Gerät bewährt und definitiv auf Sole umgestellt wird, wird am Ende dieses Winters entschieden.

Wirklich kalte Tage werden seltener

Beim kantonalen Tiefbauamt prüft man eine Umstellung von Salz auf Sole ebenfalls, dies nicht zuletzt wegen des Klimawandels. Sole wirkt zwar nur bis zu einer Temperatur von minus 6 Grad. Richtig kalte Tage dürften aber ohnehin seltener werden, hiess es auf Anfrage. Sole funktioniere somit an mehr Tagen als früher, vor allem im Flachland, wo es generell wärmer sei.

Einen Zeitplan für die Umstellung hat der Kanton jedoch nicht, denn Knackpunkt sind die Kosten. Die Lastwagen müssten umgerüstet und mit einem grossen Tank versehen werden.

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