Schlieren
Skitalent Alexandra Walz fährt erstmals auf der Weltcuppiste in Crans-Montana

Als Vorfahrerin sammelte die Schlieremerin am vergangenen Wochenende wertvolle Erfahrung in der Abfahrt und im Super-G. Der erste Start auf der schnellen Weltcuppiste habe viel Überwindung gekostet, erzählt Walz.

Florian Schmitz
Drucken
Teilen
Insgesamt durfte Alexandra Walz in Crans-Montana fünf Mal die Weltcupstrecke runterfahren.

Insgesamt durfte Alexandra Walz in Crans-Montana fünf Mal die Weltcupstrecke runterfahren.

zvg

«Mit den besten Skifahrerinnen der Welt am Start zu stehen und ihnen bei ihren Vorbereitungen zuschauen zu können war unglaublich cool», berichtet Alexandra Walz. «Michelle Gisin war super lieb und ist auf uns zugekommen, um Fragen und Unklarheiten zu beantworten.»

In Crans-Montana erhielt die Schlieremerin als Vorfahrerin in der Abfahrt und im Super-G erstmals die Gelegenheit, über frisch präparierte Weltcuppisten zu sausen. Nicht zuletzt dank der besseren Infrastruktur, des grosszügigen Starthauses und den Fernsehkameras sei die Stimmung ganz anders als in den Fis-Rennen, die sie üblicherweise bestreitet.

Insgesamt durfte sie fünf Mal an den Start

Die Strecken sind im Weltcup nicht nur länger, sondern auch anspruchsvoller und direkter gesetzt, wie Walz sagt:

«Das Tempo ist deutlicher höher und deshalb sind auch mehr Sprünge drin.»

Zudem sei die Strecke härter und teils eisiger, weil sie auch mit Wasser präpariert wird. Als sie beim ersten Training oben stand, musste sie sich deshalb zuerst überwinden, bevor sie sich auf die Strecke wagte. «Es war eine krasse und coole Erfahrung», sagt die 21-Jährige, die für den Schweizerischen Akademischen Skiclub Bern und den Schneesportclub Schlieren fährt.

Nach insgesamt fünf Starts vor den Trainings und den beiden Weltcuprennen am vergangenen Wochenende habe sie schon viel Vertrauen gewonnen und den letzten Super-G bei schönem Wetter geniessen können, erzählt Walz. Die Rennen nach der eigenen Fahrt vor Ort live zu verfolgen habe besonders Spass gemacht, sagt sie. Sich so kurz nach der eigenen Fahrt unmittelbar mit den Profis vergleichen zu können, sei eine tolle Erfahrung gewesen.

«Der Zielhang muss sich mit Publikum genial anfühlen.»

Nur ein kleiner Wermutstropfen bleibt: «Schade, dass keine Zuschauer dabei sein konnten. Das wäre sicher noch intensiver gewesen», sagt Walz. «Der Zielhang muss sich mit Publikum genial anfühlen.» Die positiven Erfahrungen von ihrem Weltcupabstecher ins Wallis will das Skitalent in den Rest ihrer Saison mitnehmen, um sich vermehrt im Europacup zu etablieren.