Schlieren
Schule und Wirtschaft lancieren für Lehrstellensuchende eine Woche der offenen Türen

In der Stadt Schlieren will man den Berufswahlprozess für Jugendliche um ein neues Angebot ergänzen. Den Anstoss dazu gab ein Postulat von FDP-Gemeinderat Dominic Schläpfer.

Sandro Zimmerli
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In der Woche der offenen Türen werden in den verschiedenen Schlieremer Firmen Bewerbungsgespräche möglich sein.

In der Woche der offenen Türen werden in den verschiedenen Schlieremer Firmen Bewerbungsgespräche möglich sein.

Symbolbild: Keystone

Mit einer Woche der offenen Türen wollen die Schlieremer Schule und verschiedene Firmen Jugendlichen bei der Suche nach einer Lehrstelle unter die Arme greifen. Das Angebot soll den bisherigen Prozess der Lehrstellensuche ergänzen, wie der Stadtrat in seinem Bericht zu einem Postulat von FDP-Gemeinderat Dominic Schläpfer schreibt. Dieser regte in seinem Vorstoss an, dass auch in Schlieren eine Lehrstellenbörse organisiert werden könnte. Als Vorbild diente Dietikon mit seiner Lehrstellenbörse. Schläpfer hat damit offenbar einen Nerv getroffen. Denn im stadträtlichen Bericht heisst es: «Das vorliegende Postulat gab den richtigen Anstoss dazu, einen näheren Kontakt zur Wirtschaft aufzubauen.»

Arbeitsgruppe prüfte verschiedene Varianten

Demnach hat die Schule mit der Wirtschaftskammer, dem Gewerbeverein und der Fachstelle Jugend Kontakt aufgenommen und in einer Arbeitsgruppe mögliche Varianten einer niederschwelligen Unterstützung der Lehrstellensuchenden diskutiert. Dabei ist man zum Schluss gekommen, «nicht dem Vorbild Dietikon zu folgen und einen separaten Anlass zu organisieren, sondern die Berufswahl als Zyklus zu betrachten und mit dem passenden zusätzlichen Anlass für die Lehrstellensuchenden zu ergänzen».

Dieser Zyklus beginnt für Schülerinnen und Schüler der zweiten Sekundarklasse jeweils im November mit der Berufsmesse in Zürich, nach der die Jugendlichen mit Schnupperlehren beginnen und in ihren Klassen an der Berufswahl weiterarbeiten. Neu sollen nun Schlieremer Firmen im April zu einem sogenannten Start-Apéro im Juni eingeladen werden, an dem die Woche der offenen Türen vorgestellt wird. Dort werden die Unternehmen ihre Zeitfenster bekanntgeben, in denen sich die Jugendlichen zu Bewerbungsgesprächen im September anmelden können.

Fachstelle Jugend bietet auch Individualbetreuung an

«Spätestens mit Beginn der dritten Sekundarstufe im August steht für die Jugendlichen die Suche nach einer Lehrstelle an. Zusätzlich zu den gängigen Quellen, in welchen die Lehrstellen ausgeschrieben sind, steht ihnen die Woche der offenen Türen zur Verfügung, sofern sie im September noch nicht über eine Lehrstelle verfügen», schreibt der Stadtrat weiter. Sollten Jugendliche künftig auch danach keine Lehrstelle gefunden haben, können sie sich im Dezember für die Individualbetreuung anmelden. Ab Januar werde die Fachstelle Jugend mit diesen Jugendlichen ihre Situation besprechen und ihnen den Weg zu Kontakten mit geeigneten Firmen ebnen, hält der Stadtrat fest.

Für Organisation und Administration wird seitens der Schule künftig eine Person zuständig sein, die auch den Kontakt zu den Ansprechpersonen der Wirtschaft sowie der Fachstelle Jugend sicherstellen soll. Der Stadtrat rechnet mit einem Pensum von rund 50 Stunden. «Die Kosten halten sich also in einem überschaubaren Rahmen», ist er überzeugt.