Schlieren
Schlieren reagiert auf Bevölkerungs-Wachstum und entwickelt Schlieren Südwest

Die Bevölkerung Schlieren ist seit dem Jahr 2000 um einen Drittel gewachsen. Akute Probleme gibt es nicht. Mit dem Projekt «Stadtteilentwicklung Schlieren Südwest» sollen aber Problemen vorgegriffen werden, die durch das Wachstum entstehen könnten.

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Etwa 6‘000 Einwohner leben in Schlieren Südwest zwischen Dietiker Stadtgrenze, Nassackerstrasse und Bahngeleise unter unterschiedlichsten Umständen.

Etwa 6‘000 Einwohner leben in Schlieren Südwest zwischen Dietiker Stadtgrenze, Nassackerstrasse und Bahngeleise unter unterschiedlichsten Umständen.

Florian Niedermann

Besonders im südwestlichen Teil, der durch eine intensive Bautätigkeit geprägt ist, wurde die soziale und kulturelle Heterogenität stark gesteigert. «Wir haben kein Problemquartier in Schlieren. Mit dem Projekt ‹Stadtteilentwicklung Schlieren Südwest› wollen wir aber Problemen vorgreifen, die durch das andauernde Bevölkerungswachstum in dieser Zone entstehen könnten», sagt Martin Studer, Projektleiter und Geschäftsleiter der Stadt Zürich.

Etwa 6‘000 Einwohner leben in Schlieren Südwest zwischen Dietiker Stadtgrenze, Nassackerstrasse und Bahngeleise unter unterschiedlichsten Umständen: Einfamilienhäuser und Siedlungen mit Eigentumswohnungen stehen neben Mehrfamilienhäusern mit einem grossen Ausländeranteil. Bereits im April 2011 habe man deshalb der Hochschule Luzern ¬- Soziale Arbeit ein Projekt zur Unterstützung des Zusammenlebens in diesen Quartieren in Auftrag gegeben, erklärt Stadtpräsident Toni Brühlmann.

Interkulturelle Kommunikation fördern

Das Vorhaben der Stadt Schlieren zielt in erster Linie darauf ab im Stadtteil Südwest die interkulturelle Kommunikation und selbsttragende Netzwerke zu fördern, Treffpunkte im öffentlichen Raum auszubauen, sowie die gemeinsame Nutzung dieser Infrastruktur durch Einwohner verschiedener sozialer und kultureller Herkunft zu erreichen.

Seit dem 1. Dezember gehört das Vorhaben nun auch dem Programm „Projets urbains" des Bundes an, das kleinere Städte und Agglomerationsgemeinden bei der gesellschaftlichen Integration von Wohngebieten unterstützt. Im Kanton Zürich haben neben Schlieren lediglich Spreitenbach und Regensdorf ebenfalls den Zuschlag erhalten. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf 380‘000 Franken, wovon Bund und Kanton 220‘000 Franken übernehmen. (fni)