Schlieren
Neue Übereinkunft wegen Limmattalbahn: Die Hans Kohler AG muss 18'700 Franken nachzahlen

Die Limmattalbahn nimmt einige Grundstücke in der Region in Anspruch. Daher wurde ein enteignungsrechtlicher Vergleich abgeschlossen, der nun aber doch nicht mehr gilt.

David Egger
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Ursprünglich sollten die Hans Kohler AG und die Stadt Schlieren bei der Geissweid eine Fläche von 33 Quadratmetern abtauschen. (Archivbild)

Ursprünglich sollten die Hans Kohler AG und die Stadt Schlieren bei der Geissweid eine Fläche von 33 Quadratmetern abtauschen. (Archivbild)

Alex Rudolf

Vom Bau der Limmattalbahn waren und sind in der Region zahlreiche Grundstücke be­troffen. So mussten auch die Stadt Schlieren, die Limmattalbahn AG und die Hans Kohler AG bei der Schlieremer Geissweid einen enteignungsrechtlichen Vergleich abschliessen, den das Gemeindeparlament im November 2017 genehmigt hat. Darin wurde festgehalten, dass die Hans Kohler AG und die Stadt Schlieren bei der Geissweid 33 Quadratmeter abtauschen und dass dabei kein Geld fliessen soll, «da die Tauschobjekte flächen- und wertgleich sind».

Wie der Stadtrat in einem neuen Beschluss schreibt, gilt diese Abmachung nun doch nicht. Denn nachdem die Arbeiten abgeschlossen und die Grundstücke ausgemessen und eingezäunt wurden, zeigte sich, dass die neuen Flächen nicht mehr die gleiche Anzahl Quadratmeter umfassen.

17 Quadratmeter mehr als geplant

Daher wurde nun eine neue Abmachung getroffen: Die Stadt gibt der Hans Kohler AG eine Fläche von 37 Quadratmetern sowie eine Fläche von drei Quadratmetern und die Hans Kohler AG tritt der Stadt eine Fläche von 23 Quadratmetern ab. Das ergibt eine Differenz von 17 Quadratmetern, welche die Hans Kohler AG nun zusätzlich besitzt. Diese Fläche soll mit 1'100 Franken pro Quadratmeter entschädigt werden.

Daher muss die Hans Kohler AG nun 3'300 Franken an die Stadt Schlieren bezahlen sowie 15'400 Franken an die Limmattalbahn AG, die das entsprechende Landstück für diesen Betrag von der Stadt Schlieren gekauft hatte. Summa summarum muss die Hans Kohler AG also 18'700 Franken nachzahlen, da sich ihr Grundstück nach der ­Vermessung als entsprechend grösser als erwartet heraus­gestellt hat.

Als nebenbei erwähnenswert darf die Tatsache gelten, dass der Stadtrat den neuen Vertrag bezüglich Kohler-Grundstück in der gleichen Sitzung beschlossen hat, in der er auch den Beschluss fasste, eine beschädigte und von einem Pilz befallene Esche auf dem Kohler-Grundstück unter Schutz zu ­stellen. Die Hans Kohler AG hätte sie fällen wollen. Sie plant auf dem zentralen Areal gleich bei der Tramhaltestelle Geissweid eine Über­bauung und möchte den be­schädigten Baum im Zuge der Überbauung des Grundstücks durch einen neuen Baum ersetzen.

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