Schlieren
Neue Immobilienstrategie vorgestellt: Der Stadtrat will mehr Häuser kaufen

In einem neuen Grundlagendokument äussert der Stadtrat den Wunsch nach einer Erweiterung seiner Finanzkompetenz.

Lukas Elser
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Gibt es für die Stadt Schlieren etwas Schönes zu erwerben auf dem Immobilienmarkt?

Gibt es für die Stadt Schlieren etwas Schönes zu erwerben auf dem Immobilienmarkt?

Severin Bigler

Nachdem er im Sommer eine neue Wirtschaftsstrategie vorgestellt hat, präsentiert der Schlieremer Stadtrat nun seine neue Immobilienstrategie 2035. Das behördenverbindliche Papier soll den zukünftigen Umgang mit städtischen Immobilien, Grundstücken, dem öffentlichem Raum und Infrastrukturen definieren, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte.

Das Dokument, für das der Stadtrat im Winter 2019 einen Kredit in der Höhe von 25'000 Franken bereitgestellt hatte, wurde von Stadtrat und Verwaltung entwickelt und von einer externen Stelle begleitet.

Das Papier evaluiert den aktuellen Bestand der Immobilien und schlägt Massnahmen für den Umgang mit ihnen vor. Zum Beispiel, ob ein Gebäude zu erneuern ist – oder abgerissen werden soll. Weiter soll er darüber orientieren, welche Art von Gebäude zu erwerben und zu verkaufen sind.

Der Wunschzettel des Stadtrats

Im Dokument stellt der Stadtrat zudem seinen Wunsch nach einer Erweiterung seiner Finanzkompetenz vor. Wie Bereichsleiter Liegenschaften Albert Schweizer auf Anfrage erklärt, möchte sich der Stadtrat «agiler» auf dem Immobilienmarkt bewegen können.

«Die Stadt will prioritär mehr Wohnhäuser und allenfalls Gewerbehäuser erwerben»,

sagt Schweizer. Dies, um die Liegenschaften anschliessend selber zu vermieten oder im Baurecht an Wohnbaugenossenschaften abgeben zu können. Die Rendite soll schliesslich wieder zurück in die Staatskasse fliessen.

Um mit der privaten Konkurrenz einigermassen Schritt halten zu können, möchte der Stadtrat deshalb seine Kompetenz beim Kauf von Immobilien in erster Linie fürs Finanz- und in zweiter fürs Verwaltungsvermögen von bisher 3 Millionen Franken auf 7 Millionen Franken erhöhen. Dieser Schritt erfordert allerdings eine Anpassung der Gemeindeordnung. Zudem will er den Wert seines Immobilienportfolios im Finanzvermögen von 60 auf 120 Millionen Franken erweitern und damit verdoppeln.

Schliesslich will der Stadtrat auch den Budgetposten für den Unterhalt der städtischen Liegenschaften erhöhen, damit die Gebäude auf einem nachhaltigen Stand gehalten werden können, wie Schweizer erklärt. Tue man das nicht, könne es zu einem Unterhaltsstau kommen, der hohe Kosten verursache.

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