Schlieren
Wegen der Coronakrise: Kantonsrat Manuel Kampus sorgt sich um das psychische Wohlbefinden junger Leute

Der Schlieremer Grünen-Politiker will vom Regierungsrat wissen, welche Massnahmen er ergreife, um der besonders stark belasteten Bevölkerungsgruppe zu helfen.

Sandro Zimmerli
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Gemäss verschiedener Studien leiden vor allem Kinder und Jugendliche stark unter der Coronakrise.

Gemäss verschiedener Studien leiden vor allem Kinder und Jugendliche stark unter der Coronakrise.

Themenbild: Esther Michel

Der Schlieremer Kantonsrat Manuel Kampus (Grüne) macht sich Sorgen um das psychische Wohlbefinden von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Coronakrise. Deshalb will er vom Regierungsrat unter anderem wissen, welche Massnahmen bis jetzt ergriffen wurden, um der erhöhten psychischen Belastung dieser Personengruppen entgegenzuwirken.

Kampus bezieht sich in seiner kürzlich zusammen mit Ratskollege Florian Heer (Grüne, Winterthur) eingereichten Anfrage auf verschiedene Zeitungsberichte, Studien und das aktuelle «Arbeitspapier 52» der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz. Demnach gehörten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu den Bevölkerungsgruppen, die aufgrund der Coronakrise besonders stark psychisch belastet seien. Kampus schreibt:

«Ein Teil dieser jungen Menschen wird gemäss verschiedenen Studien auch unter psychischen Spätfolgen zu leiden haben. Entsprechend dieser erhöhten psychischen Belastung ist die Nachfrage nach Informations- und Beratungs- sowie nach psychiatrisch-psychotherapeutischen Angeboten in den letzten Monaten stark gestiegen.»

Der Regierungsrat, so Kampus weiter, habe sich in seiner Medienmitteilung vom 14. Januar besorgt gezeigt über die gesellschaftlichen und sozialen Folgen der Coronapandemie und kommuniziert, dass er die Entwicklung aufmerksam verfolge und Hilfestellungen wie beispielsweise zusätzliche Mittel für Frauenhäuser und Sportvereine biete.

Frage nach der Information der Zielgruppe

Kantonsrat Kampus will deshalb auch wissen, wie der Regierungsrat aktuell das Monitoring zur psychischen Gesundheit beziehungsweise Belastung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Kanton Zürich sicherstelle. Zudem interessiert ihn, wie die aktuelle Versorgung mit niederschwelliger Information und Beratung, mit ambulanten und (teil-)stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Angeboten aussehe.

Weiter will Kampus wissen, wie dieser zusätzliche Ressourcenbedarf möglichst schnell gedeckt werden könne und wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene über die bestehenden Unterstützungsangebote informiert werden.