Schlieren
150’000-Franken-Kredit bewilligt: Die Planung für das Mehrfamilienhaus an der Uitikonerstrasse 20 kann starten

Die reformierte Kirchgemeindeversammlung Schlieren hat den Projektierungskredit für den Ersatzneubau an der Uitikonerstrasse 20 sowie die Jahresrechnung 2020 einstimmig genehmigt.

Sven Hoti
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Über eine Viertelmillion Franken Gewinn: Die Jahresrechnung 2020 der reformierten Kirche Schlieren hat die Erwartungen übertroffen.

Über eine Viertelmillion Franken Gewinn: Die Jahresrechnung 2020 der reformierten Kirche Schlieren hat die Erwartungen übertroffen.

Severin Bigler (26. Juni 2020)

Die reformierte Kirchgemeindeversammlung Schlieren stellt sich geschlossen hinter den Projektierungskredit von 150’000 Franken für das Vorprojekt zum Mehrfamilienhaus an der Uitikonerstrasse 20. Wie die reformierte Kirche Schlieren mitteilt, haben vergangene Woche alle anwesenden 25 Stimmberechtigten dem Kredit zugestimmt. Weil die Ausgaben 100’000 Franken übersteigen, musste die Kirchgemeindeversammlung und nicht die Kirchenpflege darüber befinden.

Die 150’000 Franken für das Vorprojekt setzen sich zusammen aus 112’000 Franken für die zuständigen Fachplaner und Architekten, 12’000 Franken für die Bauherrenbegleitung, je 5000 Franken für Nebenkosten und eine Schadstoffuntersuchung des jetzigen Gebäudes sowie 16’000 Franken für unvorhergesehene Kosten. Die Finanzierung erfolgt über Eigenmittel und die Investitionsrechnung.

Das ehemalige Pfarrhaus an der Uitikonerstrasse 20 in Schlieren soll einem Ersatzneubau mit Mietwohnungen weichen.

Das ehemalige Pfarrhaus an der Uitikonerstrasse 20 in Schlieren soll einem Ersatzneubau mit Mietwohnungen weichen.

Screenshot Google Street View

Auf dem Grundstück an der Uitikonerstrasse 20 steht derzeit ein verlassenes Einfamilienhaus, das der reformierten Kirche als Pfarrhaus gedient hatte. Jetzt will die Kirche darauf einen Ersatzneubau realisieren. Geplant sind neue Wohnungen «mit bezahlbaren Mieten» und «für die breite Bevölkerungsschicht». Zudem sollen Aussenräume «mit hoher Aufenthaltsqualität» entstehen. Mit der Gestaltung wurde das Zürcher Architekturbüro Solanellas Van Noten Meister betraut, das sich in einem Architekturwettbewerb gegen vier weitere Konkurrenten durchgesetzt hatte.

Mit der Genehmigung des Projektierungskredits kann nun das Vorprojekt ausgearbeitet werden, das wiederum als Grundlage für eine Urnenabstimmung dient. Diese ist auf den November 2021 oder Frühling 2022 geplant. Ein detailliertes Terminprogramm soll folgen.

Rechnung 2020 schliesst mit grossem Plus

Ebenfalls einstimmig genehmigt hat die reformierte Kirchgemeindeversammlung die Jahresrechnung 2020. Sie schloss bei einem Aufwand von 1,95 Millionen Franken und einem Ertrag von 3,09 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 1,14 Millionen Franken. Der Überschuss wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, das sich dadurch auf 4,05 Millionen Franken erhöht.

Im Überschuss eingeschlossen ist ein einmaliger Buchgewinn aus dem Transfer des Grundstückes Uitikonerstrasse vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen über den Betrag von 900'000 Franken. Ohne den Buchgewinn schloss die Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von 239’508 Franken. Das sind 277’013 Franken mehr als budgetiert. Die reformierte Kirche hatte mit einem Aufwandüberschuss von 37’505 Franken gerechnet.

Wie die reformierte Kirche schreibt, sind die Steuereinnahmen um rund 230’000 Franken besser und der Personalaufwand (minus rund 70’000 Franken) sowie der Sachaufwand (minus rund 140’000 Franken) tiefer ausgefallen als budgetiert. Das sei einerseits auf den Wegfall vieler Anlässe infolge der Coronakrise zurückzuführen, andererseits auf tiefere Lohnkosten sowie den Wegfall diverser Kommissionssitzungen zurückzuführen.