Schlieren

Schlieremer Stadtrat soll neue Nutzungsideen fürs Zentrum liefern

Für die Schlieremer SP-Frau Miller gibt es noch zu wenig Ideen für die Nutzung des Schlieremer Zentrums.

Für die Schlieremer SP-Frau Miller gibt es noch zu wenig Ideen für die Nutzung des Schlieremer Zentrums.

Die Schlieremer SP-Gemeinderätin Béatrice Miller erachtet die Arbeit des Stadtrats bei der Erarbeitung neuer Ideen für die Nutzung des Schlieremer Zentrums als noch nicht erledigt. Damit steht sie der Ansicht des Stadtrats konträr entgegen

Die Entwicklung zusätzlicher Ideen für den Kulturplatz im Zentrum sei bereits im Rahmen zweier Workshops im Sommer 2013 realisiert worden: «Zurzeit bestehen noch keine soliden, ausgereiften Ideen», sagt Miller. Dennoch werde sie bei der Parlamentssitzung vom kommenden Montag den Antrag des Stadtrats befürworten, ihr Postulat «betreffend mehr Ideen für die Nutzung des Kulturplatzes» abzuschreiben.

Der Grund: Die Gemeinderätin anerkennt, dass der Stadtrat für ihr Postulat viel gemacht hat, wie sie sagt: «Ich schätze es, dass die Exekutive eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen hat, die sich der Zentrumsentwicklung annimmt.» Sie werde nun erste Resultate abwarten und – falls nötig – dann mit einem weiteren Vorstoss erneut aktiv werden, wenn die Vorschläge der Behörden nicht überzeugend seien, so Miller.

Das Nutzungskonzept «Destination Schlieren» der Halter AG, das eine Veranstaltungshalle von 3000 bis 6000 Plätzen vorsah, erhielt im August vergangenen Jahres an einem Workshop von Bevölkerungsvertretern eine klare Abfuhr. Stattdessen sprachen sich die Anwesenden für folgende Szenarien aus: eine kleinere, kommunale Halle, ein Sport- und Wellnessangebot, eine Vergrösserung des Stadtparks oder eine «Destination Plus» mit zusätzlichen städtischen Nutzungen.

Arbeitsgruppe entwickelt Ideen

Nach dem Scheitern des Nutzungskonzepts von Halter versprach der Stadtrat damals, die Zentrumsplanung selbst anzugehen. Dazu gründete er eine eigene Arbeitsgruppe «Zentrumsentwicklung», bestehend aus dem Ressortvorsteher Bau und Planung, dem Stadtpräsidenten, der Ressortvorsteherin Bildung und Jugend, dem Abteilungsleiter Bau und Planung sowie dem stellvertretenden Stadtschreiber. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es, «eine Nutzungsstrategie mit Umsetzungskonzept für das Zentrum sowie ein Konzept für die Zwischennutzungen zu erarbeiten», wie der Stadtrat in seinem Abschreibungsantrag schreibt.

Wäre es nun nicht an der Zeit, in der Bevölkerung nach Ideen für das Schlieremer Zentrum zu fragen? «Nein», sagt Miller, «dies wurde mit den beiden Workshops ja bereits gemacht. Es ist gut, dass nun Personen Ideen entwickeln, die eine Gesamtsicht auf die Stadt haben und keine Einzelinteressen verfolgen.» Allerdings würde sie sich wünschen, dass der Stadtrat seine Ideen frühzeitig präsentiert, um bei der Bevölkerung «den Puls zu fühlen», sagt sie. Teil des Umsetzungskonzepts wird es laut Behörden auch sein, zu definieren, wie die Mitwirkung der Bevölkerung gestaltet werden soll. (fni)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1