Schlieren
Schlieremer Stadtrat findet Stadtbüro diskret genug

Im Schlieremer Stadtbüro ist ein diskretes Gespräch möglich. Das schreibt der Stadtrat in der Antwort auf ein kritisches Postulat zu diesem Thema. Vor der Eröffnung des Stadtbüros im Februar 2012 sei die Situation wesentlich schlechter gewesen.

Tabea Wullschleger
Merken
Drucken
Teilen
Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin im Stadtbüro. FNI

Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin im Stadtbüro. FNI

Heute biete man den Kunden drei Möglichkeiten, ihre Anliegen vertraulich zu besprechen: am Schalter, an den zurückgesetzten Arbeitsplätzen mit Trennwenden oder in den Besprechungsräumen.

Zudem könnten Kunden mit genügend Abstand zu der Bedieninsel warten, bis ihre Ticketnummer aufgerufen werde, so der Stadtrat. Es sei den Mitarbeitenden im Stadtbüro nicht bekannt, dass sich Kunden über fehlende Diskretion beschwert hätten.

Gemeinderätin Gaby Niederer (Quartierverein) sieht die Situation. Im von ihr eingereichten Postulat prangert sie Missstände an: «Die Akustik ist zu gut. Da wird man automatisch Zeuge, ob man will oder nicht.» Zudem sei es fraglich, inwieweit der Besucher überhaupt Kenntnis über die Möglichkeit habe, das Gespräch in einem diskreteren Rahmen durchzuführen. In diesem Punkt gibt der Stadtrat der Postulantin recht; ein neues Hinweisschild beim Ticketautomaten sei aber bereits angebracht worden.

Allerdings ist dies der einzige Punkt, dem der Stadtrat Niederer zustimmt. Die Gemeinderätin ist dementsprechend nicht sehr erfreut über die Antwort. «Die Argumentation überzeugt mich wenig», sagt sie. Und auch das neu angebrachte Hinweisschild ist für sie zu wenig effektiv: «Der einzelne Hinweissatz geht in dem langen Text völlig unter.»

Zudem sei es eine Tatsache, dass gelegentlich ein Schalter geschlossen und alle Kunden am gleichen Ort bedient würden. «Ich werde nun versuchen, mit genügend Stimmen zu verhindern, dass das Geschäft ad acta gelegt wird. Der Stadtrat soll sich nochmals genauer mit diesem Problem beschäftigen», so Niederer.