Schlieren
Schlieremer Skulpturen verschönern die Post Wipkingen

Künstler und Künstlerinnen verwandeln mit ihren Skulpturen die öffentliche Dachterrasse der Post Wipkingen in einen Wundergarten. Dadurch soll der Platz als Rückzugsgebiet aufgewertet werden.

Kathrin Schneider
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Das Tierchen der Künstlerinnen Mickry 3 ist nur eine von elf Skulpturen auf der öffentlichen Dachterrasse der Poststelle Wipkingen.

Das Tierchen der Künstlerinnen Mickry 3 ist nur eine von elf Skulpturen auf der öffentlichen Dachterrasse der Poststelle Wipkingen.

Limmattaler Zeitung

Zwischen blauen Kornblumen, blühendem Salbei und Kräuterbeeten verstecken sich rund ein Dutzend Skulpturen auf der Dachterrasse der Post Wipkingen. Entworfen haben sie Künstler und Künstlerinnen der Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer (AZB) in Schlieren. «Mit solch subtilen Interventionen möchten wir kleinere und teilweise unbekannte Plätze und Aufenthaltsorte wieder beleben», sagt Sophia Berdelis vom Fachbereich «Gestaltung der Stadträume» des Tiefbauamts Zürich.

Am Projekt beteiligt haben sich auch Mitarbeiter der Forschungsgruppe Pflanzenverwendung der ZHAW Wädenswil. «Mit engagierter Hilfe aller konnten wir den vergessenen und eher öden Platz zu einer impulsreichen Oase umwandeln», so Berdelis.

Anwohner schätzen Rückzugsgebiet

Heinz Niederer von der AZB hat eine vielfältige Auswahl von Skulpturen für die Belebung des Platzes zusammengestellt. Zum Beispiel das Werk des Trios Mickry 3: «Das liebliche Tierchen der Künstlerinnen steht im harten Kontrast zu den 1,8 Tonnen schweren Stahlplatten», sagt er. Ins Auge sticht auch der in ein «Tischlein deck dich» verwandelte Abluftventilator, dessen weisses Tuch im Wind flattert. «Mit solchen künstlerischen Überraschungen können wir den Dialog mit der Bevölkerung suchen.» Man müsse den Umgang miteinander wieder lernen, so Niederer.

Die Künstler haben den Vorschlag für die Intervention im öffentlichen Raum selbst angebracht. Die Aufwertung des Rückzugsgebiets zwischen pulsierenden Verkehrsachsen und dichten Siedlungsballungen werde von den Quartierbewohnern sehr geschätzt, sagt Berdelis. Die öffentliche Dachterrasse sei zu einem lebendigen Erholungsort geworden. «Er verzaubert und überrascht zugleich.»