Urdorf
Schlangen, Parcours und geheimnisvolle Getränke: Kinder zeigen sich von ihrer tapferen Seite

Einige Mutproben galt es zu bestehen für die kleinen Besucher der Erzählnacht in der Gemeindebibliothek. Am Ende wartete eine lebendige Überraschung.

Pascal Gut
Merken
Drucken
Teilen
Interessierte Kindergesichter an der Erzählnacht in Urdorf
39 Bilder
Die Kinder machen begeistert mit
Bettina Berger erzählt, wie Anton seine Ängste überwindet
Rita Gruber erzählt den Kindern mehr von Antons Abenteuern
Auch um 21 Uhr hören die Kinder der Geschichte von Anton noch immer gespannt zu
Bei dieser Mutprobe verbindet Karin Korn den Kindern die Augen
Karin Korn führt die Kinder mit verbundenen Augen zur Mutprobe draussen vor die Tür
Die Mutprobe ist ein Barfuss-Parcour, den es blind zu überqueren gilt
Karin Korn führt ein tapferes Mädchen durch den Parcours
Was knirscht da wohl unter den Füssen?
Der nass-kalte Boden erweist sich als die grösste Mutprobe für die barfüssigen Kinder.
Karin Korn führt ein tapferes Mädchen durch den Parcours
Und die Mutprobe ist geschafft!
Bei dieser Mutprobe probieren die Kinder Getränke, ohne zu wissen, was es ist
Ohne Angst probieren die Kinder von den geheimnisvollen Getränken
Erzählnacht in Urdorf
In der Pause gibt es wahrhaft Gruseliges zu naschen
Verpflegung nach bestandenen Mutproben
Wurstfinger stecken aufgespiesst im Kürbis – lecker!
Neben den Wurstfingern gibt es noch Würmer, Vampirzähne und Schlangen zum Naschen
Oh Schreck, was kommt denn da?
Der Überraschungsgast kommt herein
Wer will die Schlange mal halten?
Fasziniert werden die beiden Schlangen bestaunt
Die Schlangen werden herumgereicht
Ganz cool und furchtlos hält das Mädchen die Schlange
Auch dieser Junge zeigt keine Spur von Angst
Ein bisschen Mut braucht es dann doch
Nicht nur mutig, sondern auch fasziniert streicheln die Kinder die Schlangen
Achtung, nicht fallen lassen
Die Haut der Schlange fühlt sich anders als erwartet an
Eine kleine, tapere Schlangenfrau
Die Kinder zeigen gegenüber den beiden Schlangen kaum Berührungsängste
Auch den Schlangen scheint es zu gefallen
Einmal eine Schlange mit den eigenen Händen berühren – spannend!
So langsam müssen sich die Kinder von den beiden Schlangen verabschieden
Die Schlangen sind die Stars des Abends
Nicht fallenlassen
Auch für die Bibliothekarinnen ist es eine faszinierende Sache

Interessierte Kindergesichter an der Erzählnacht in Urdorf

Pascal Gut

«Mutig, Mutig!» lautete das Motto der diesjährigen Schweizer Erzählnacht, die am Freitag stattfand. 20 Kinder zwischen sechs und elf Jahren kamen an diesem Abend in die Urdorfer Gemeindebibliothek, um ihren Mut unter Beweis zu stellen. Begrüsst wurden sie von den vier Bibliothekarinnen Karin Korn, Bettina Berger, Rita Gruber und Kathrin Morgenthaler.

Ein gutes Programm für die Erzählnacht zusammenzustellen, sei jedes Jahr eine kleine Herausforderung, erzählten die Bibliothekarinnen. Es brauche jeweils eine passende Geschichte, die nicht zu lang sein dürfe, und es müssten zum Thema passende Aktivitäten gefunden werden, welche den Kindern Spass machen. Die Aktivitäten bestanden an diesem Abend aus vier verschiedenen Mutproben. Als Geschichte hatten die Bibliothekarinnen das Kinderbuch «Nur Mut, Anton! Alles halb so schlimm» von Meike Haberstock ausgewählt. Die Geschichte handelt von einem siebenjährigen Jungen, der gerne mutiger wäre, etwa wenn er in den dunklen Keller gehen muss oder im Hallenbad auf dem Sprungbrett steht. Die Kinder lauschten der Geschichte gespannt, lachten oder schüttelten den Kopf, wenn ihnen Antons Angst übertrieben vorkam.

Eine besonders grosse Mutprobe, der sich die Kinder an diesem Abend stellten, wartete draussen vor der Bibliothek. Die Kinder mussten dafür Schuhe und Socken ausziehen und sich die Augen verbinden lassen. «Aber dann sehe ich ja nichts», sagte ein Junge. «Das ist ja der Sinn der Sache», antwortete Karin Korn und führte die nervösen Kinder nach draussen. Der nass-kalte Boden war bereits die erste grosse Herausforderung. «Oh, das ist so kalt!», riefen einige. Vor ihnen befand sich ein kleiner Parcours, den sie überqueren sollten: Fünf grosse Schalen mit unterschiedlichen Materialien standen darauf wie Felle, Blätter oder Kügelchen. Es zeigte sich, dass es doch Einiges an Überwindung brauchte. Am Ende hatte sie alle bestanden. In der Pause, in der es Gummiwürmer und Wurstfinger zu naschen gab, erzählten die Kinder, was ihnen Angst macht. Spinnen wurden mehrfach genannt, vor allem, wenn sie gross und dick seien. Ein Mädchen meinte: «Ich habe Angst vor Apfelkernen, weil sie einem manchmal im Hals stecken bleiben können.»

Später am Abend sassen die Kinder ahnungslos in der Leseecke, als plötzlich eine Frau die Treppe herunterkam: mit zwei lebendige Schlangen auf dem Arm. Da war das Staunen gross. Die einen Kinder erschraken, den anderen zeigten sich begeistert. Sie scharten sich um die beiden Tiere, streichelten sie und nahmen sie auf den Arm. Nur einem Jungen war das alles suspekt. «Die können beissen», erklärte er in nüchternem Ton und fasste sie lieber nicht an.