Schützenvereine

Schiessanlagen werden mit Elektronik aufgerüstet

Diese Geräte zeigen die Treffer gleich an.

Diese Geräte zeigen die Treffer gleich an.

Die Schützenvereine überleben dank Freiwilligenarbeit und Gemeindegeldern. Die Schützenvereine der Austragungsorte des Kantonalschützenfests sagen, wie sie sich über die Jahre entwickelten.

Die Schützenvereine gehören zu den ältesten Vereinen des Bezirks. Um eine Schiessanlage über die Jahre in Schwung zu halten, braucht es aber mehr als Tradition.

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Dietikon (1864):

Im Bezirkshauptort können die Sportler seit diesem Jahr auf einer topmodernen Anlage schiessen. Dieses Angebot wird rege genutzt: Besonders die Zahl der Pistolenschützen hat stark zugenommen. In den letzten fünf Jahren stieg ihre Zahl von 30 auf 100 Schützen an. «Nebst unseren Angeboten erklären wir den Besuchern auch, wie wir den Schiesssport verstehen», sagt Remo Lüscher, Präsident der Pistolenschützen in Dietikon. «Bei uns geht es sehr kollegial zu und her», sagt er.

Weiningen (1867):

Die letzte Anschaffung des Schiessvereins Weiningen war die elektronische Trefferanzeige und die Kugelfangkasten hinter den Scheiben. Diese mussten aufgrund von neuen Vorschriften angebracht werden. «Die Kosten für die Neuerungen trugen hauptsächlich der Bund und die Gemeinde», sagt Beat Vogler, Präsident der Vereinigung, die heute rund 100 Aktiv- und Passivmitglieder zählt.

Birmensdorf (1875) :

Dank den neuen Monitoren sehen die Zuschauer im Feldschützenverein Birmensdorf genau, welche Wertung der Schuss hatte und wie hoch er ausfiel. «In den letzten Jahren hatten wir besonders bei den Pistolenschützen Zulauf», sagt Werner Hedinger, Präsident des Vereins. Die Pistolenbahn wird am Kantonalschützenfest aber nicht gebraucht, denn auf dieser schiessen die Schützen jeweils 25 und 50 Meter weit.

Höngg (1875):

Schon vor der Erbauung des Schützenhauses wurde auf dem Hönggerberg geschossen. Offiziell wurde es 1875, als der Regierungsrat entschied, einen Schiessplatz in Höngg zu bauen. Seit 88 Jahren wird dieser nun von der Schiessplatz-Genossenschaft Höngg betrieben. «Die letzte bauliche Erneuerung war eine elektronische Trefferanzeige für die 50-Meter-Anlage. Diese brauchten wir, um unsere Jugendgruppe zu fördern, die bisher schon mehrere Schweizer Meistertitel holte», sagt Roland Spitzbarth, Präsident der Genossenschaft.

Aesch (1895)

«Vor drei Jahren wurde die Schiessanlage komplett erneuert, es wurden neue Scheiben, Monitore und Ähnliches ersetzt, da die alte Anlage bereits 28 Jahre alt war», sagt Rolf Bäumler, Präsident des Vereins. Die Gemeinde finanzierte die Erneuerungen im jüngsten der hier erwähnten Feldschützenvereine. Sie musste dies tun, da sie dazu verpflichtet ist, den Schützen eine Anlage für das obligatorische Schiessen zur Verfügung zu stellen. Davon profitieren jetzt auch die Sportschützen. In den letzten Jahren hatte der Verein rund 25 Aktiv-Schützen. Die Zahl der Jungschützen stieg, als die Altersgrenze von 17 auf 15 Jahre heruntergesetzt wurde.

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