Oberengstringen
Schauplatz: Diese Eier beneidet sogar der Osterhase

In Oberengstringen geht eine Gruppe von Kindern dem Osterhasen zur Hand: Mit Hilfe von Kräutern, Wachsstiften und ein bisschen Geschick werden aus Eiern kleine Kunstwerke.

Julia Wartmann
Drucken
Teilen
Elif-su hat den schwierigsten Teil bereits hinter sich. Damit das Kraut unter dem Nylonstrumpf nicht verrutscht, braucht es viel Fingerspitzengefühl.
6 Bilder
Dancey, 11, zeigt vor, wie es geht: Das vormals weisse Ei leuchtet nun hellblau.
So sieht ein richtiges Osterei aus. Nachdem es mit einem Blatt und in einen Strumpf gepackt wird, kocht man das Ei in gefärbtem Wasser. Zum Schluss noch mit Öl einreiben - et violà.
Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen.
Schauplatz Diese Eier beneidet sogar der Osterhase
Olivia (links) und Nyma, beide 13, haben grossen Spass am Eierfärben. Für beide ist es das erste Mal.

Elif-su hat den schwierigsten Teil bereits hinter sich. Damit das Kraut unter dem Nylonstrumpf nicht verrutscht, braucht es viel Fingerspitzengefühl.

Julia Wartmann

Der Eierwecker klingelt, nun muss es schnell gehen. Peter Lissa, Sozialdiakon der reformierten Kirche in Oberengstringen, und seine Frau Franziska fischen mehrere verzierte Eier aus der kochenden Zwiebelbrühe.

Schön sind sie geworden: Auf dem braunen Hintergrund leuchten die Kräuter, welche die Jugendlichen zuvor in kniffliger Feinarbeit auf den Eiern befestigt haben, strahlend weiss. «Am besten geht es, wenn man das Blatt ein wenig nass macht und es vorsichtig auf das Ei legt», erklärt die elfjährige Elif-su. Danach wickelt man das Ei in einen Damenstrumpf und verschliesst die Konstruktion mit einem Faden. Neben der Farbe braun, die von Zwiebelschalen herrührt, stehen den Kindern auch noch blau und rot zur Auswahl.

Die kleinen Besucher verzieren ihre Eier mit Wachsstiften. Diejenigen Stellen, die vor dem Kochen bemalt werden, nehmen die Eierfarben nämlich nicht an. Auf diese Art und Weise entstehen im Nu bunte Muster und Bilder. Jedes Kind darf seine Eier am Ende des Tages mit nach Hause nehmen. An Ostern werden sie dann in der Familie «getütscht».

Aktuelle Nachrichten