Schlieren
Scharfblick und beissender Sprachwitz in Schlieren

In Schlieren fand der 18. Geschäftsfrauen-Event an der Swiss International School Zurich West statt. Im Mittelpunkt des Themenabends unter dem Titel «Bildung – die Basis unserer Zukunft» stand die Zürcher Kabarettistin Margrit Bornet.

Christian Murer
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Die Zürcher Kabarettistin Margrit Bornet am Geschäftsfrauenevent in Schlieren
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International ist Trumpf, auch an der Wandtafel
Kabarettistin Bornet spielt die Figur der Tochter Susi
Die Geschäftsfrauen lassen sich die internationale Schule in Schlieren erklären
Geschäftsfrauenevent

Die Zürcher Kabarettistin Margrit Bornet am Geschäftsfrauenevent in Schlieren

Limmattaler Zeitung

Im Mittelpunkt des Themenabends an der internationalen Schule in Schlieren unter dem Titel «Bildung – die Basis unserer Zukunft» stand die Zürcher Kabarettistin Margrit Bornet. Sie gab den rund zwei Dutzend Geschäftsfrauen aus dem Limmattal und der Umgebung mit ihrem kabarettistischen Scharfblick und dem beissenden Sprachwitz Anstoss zu einer angeregten Diskussion.

SMS-fixierte Sprachkultur

Margrit Bornet: Da stand sie also als Teenie-Tussi-Tochter Susi mit T-Shirt und dem mannshohen «Bravo»-Starschnitt von Justin Bieber vor ihrem Publikum, den Geschäftsfrauen. «Voll emotional» beschäftigte sie sich mit tiefsinnigen Songtexten und brachte damit die SMS-fixierte Sprachkultur einer ganzen Generation auf den Punkt. Sie entlockte der Gitarre ein paar Takte und schlüpfte etwas später in die Rolle von Susis Mutter Sandra. Die Coiffeuse würde ganz gerne wieder einmal Schmetterlinge im Bauch spüren. Doch leider fehlt ihr dazu der richtige Mann. Und so hilft sie sich mit Speed-Dating und esoterischen Beratungen.

Eine Organisationsberaterin sagte nach dem Auftritt: «Margrit Bornet hat es glänzend verstanden, uns alle mit ihrem Charme und ihrem Witz zu verzaubern und die Lachmuskeln und Tränendrüsen zu strapazieren.»

Margrit Bornet bildete sich an der Desmond Jones School of Mime and Physical Theatre in London und an der Zirkusschule in Brüssel zur Schauspielerin und Komikerin aus. Im Jahre 2001 zeichnete man die Künstlerin mit dem Appenzeller Kleinkunstpreis «Goldener Biberfladen» und dem Förderpreis des zentraleuropäischen Festivals für komische Künste in Winterthur aus. Im April 2011 feierte Margrit Bornet im Theater am Hechtplatz in Zürich erfolgreich Premiere mit ihrem zweiten Solostück «Bornet to be Wild».

An der anschliessenden Diskussion beim süssen Stehapéro ging es in erster Linie um die Swiss International School Zurich West (ISZW), die seit letztem Herbst in Schlieren ansässig ist. Almut Eger, die Mutter von drei Mädchen an der Schule gab Auskunft. Die ISZW lege grossen Wert auf persönlichen Kontakt zu den Eltern. Die Schule ermuntere diese zu einer aktiven Ausbildungspartnerschaft von Schulleitung und Lehrerschaft. So werde die familiäre Schulatmosphäre durch die Mitarbeit der Eltern entscheidend mitgestaltet.

Schule mit Vorreiterrolle

Beim Gespräch mit den Geschäftsfrauen ging es dann im Wesentlichen um die Frage von privater oder öffentlicher Schule. Heidi Berri aus Schlieren meinte dazu: «Die internationale Schule hat mich fasziniert und ich bin begeistert. Das Angebot finde ich super.» Wichtig sei für alle Schulen die Mitarbeit der Eltern. Für Heidi Berri spielt die Zusammensetzung der Klassen sowie deren Grösse eine entscheidende Rolle. Viele Mütter wünschten sich Tagesschulen. «Ich bin überzeugt, dass sich die Volksschule verändern und sich den heutigen Bedürfnissen anpassen muss. Die internationale Schule übernimmt da bestimmt eine Vorreiterrolle», so die pensionierte Bibliothekarin Berri.