Gateway Limmattal
SBB will weniger Lärm am Güterbahnhof Limmattal

Bis Sommer 2012 rüstet sie die zwölf lautesten und am meisten befahrenen Gleisbremsen mit lärmreduzierenden Bremsbalken aus. Das teilte sie am Donnerstag im Rahmen der Verhandlungen um den geplanten Gateway Limmattal mit.

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Gateway Limmattal

Gateway Limmattal

Schweiz am Sonntag

Durch diese Umrüstung der Gleisbremsen solle der Lärm des Rangierbetriebs spürbar reduziert werden, so die SBB. Parallel zur Umrüstung messe das Bundesamt für Verkehr zusammen mit der SBB den Lärm. Erste Ergebnisse dazu lägen bis Ende 2011 vor.

Am Donnerstag trafen sich Planer der Kantone Zürich und Aargau, der Anrainergemeinden und der SBB unter der Leitung des Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP), um offene Fragen rund um den geplanten Gateway zu besprechen. Die öffentliche Planauflage ist für 2012 geplant.

Nicht zu Lasten des Regionalverkehrs

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fragen des Gewässerschutzes und der Grundwasserfassung im Gebiet von Spreitenbach AG und Dietikon ZH, sowie die Erschliessung des neuen Güterterminals.

Zürich und der Aargau wiesen dabei auf die bestehenden Engpässe im Schienennetz auf den Zulaufstrecken zum Gateway hin. Sie verlangen von der SBB, der Regionalverkehr dürfe nicht unter dem verstärkten Güterverkehr leiden.

Beim Gateway Limmattal handelt es sich um einen etwa 1,5 Kilometer langen und 30 Meter breiten Containerverlad. Dieser soll sich dadurch auszeichnen, dass die angelieferten Gütercontainer möglichst einfach von Zug zu Zug oder vom Lastwagen auf den Zug verladen werden können.

Dabei sollen die Zugswaggons nicht verschoben werden. Der Gateway soll zu 80 Prozent auf dem Gelände des Güterbahnhofs Limmattal entstehen. Den Befürchtungen der Anwohner, der Güterverkehrslärm nehme damit zu, will die SBB durch lärmreduzierende Massnahmen begegnen. (sda)