Dietikon
SBB haben den Uhrendieb noch nicht angezeigt

Ganze drei Monate lang standen am Bahnhof Glanzenberg die Uhren still. Das, nachdem ein Dieb eine der berühmten Bahnhofsuhren gestohlen und mit dem Durchtrennen eines Kabels gleich alle anderen Uhrwerke mitzerstört hatte.

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Der Bahnhof Glanzenberg in Dietikon.

Der Bahnhof Glanzenberg in Dietikon.

Limmattaler Zeitung

Die Uhren seien alle miteinander gekoppelt, sodass bei einem Kurzschluss der Mutteruhr sämtliche Uhren repariert werden müssen, teilte Reto Schärli, Mediensprecher der SBB, mit. Die Uhren ticken erst seit Dienstag letzter Woche wieder, da laut SBB einige der Ersatzteile neu produziert werden mussten (Limmattaler Zeitung vom 16. Januar).

SBB will noch Anzeige erstatten

Die Reparatur scheint jedoch nicht das Einzige sein, das länger dauerte. Bisher sei vonseiten der SBB nämlich noch keine Anzeige gegen den Uhrendieb von Glanzenberg erstattet worden, wie die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage mitteilt. Die SBB bestätigt das: «Wir haben bisher noch keine Anzeige eingereicht», sagt Mediensprecher Daniele Pallecchi. Bestimmt werden die SBB das aber noch tun. Der Fall sei zurzeit in Bearbeitung.

Zur Frage, weshalb nach drei Monaten noch keine Anzeige eingereicht wurde, wollten die SBB keine Stellung nehmen. «Wir bringen aber jede Straftat zur Anzeige, somit auch Diebstahl», sagt Pallecchi. Auch den Schaden, auf den sich der Ersatz der gestohlenen Uhr und die Reparaturen der in Mitleidenschaft gezogenen Uhren belaufe, wollten die SBB nicht genau beziffern. Klar sei nur, dass jede Bahnhofsuhr einen Wert von über 1 000 Franken habe. (gep)