Limmattal
Sanitätshilfsstelle Weihermatt wird wasserdicht

Kürzlich beschloss der Gemeinderat, für aufgeschobene Unterhaltsarbeiten an der ehemaligen Zivilschutz-Sanitätshilfsstelle Weihermatt einen Rahmenkredit von 250000 Franken. Dieser drängt sich vor allem aufgrund verschiedener Wassereintritte auf.

Flavio Fuoli
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Limmattaler Zeitung

Der Gemeinderat habe sich im Rahmen seines Leitbilds «Urdorf 2010+» für den Erhalt dieser Anlage ausgesprochen. Seit längerem trete jedoch an verschiedenen Stellen Wasser ein, was den ordnungsgemässen Betrieb erschwere. Denn die ehemalige Sanitätshilfsstelle wird immer noch vom Zivilschutz genutzt. Die weitere Nutzung teilen sich die Modul-Eisenbahner Urdorf und die Calaloo-Steel-Band Urdorf auf, wie Martin Büchi, Bereichsleiter Verwaltung, Sicherheit und Gesundheit auf Anfrage erklärte.

Die Anlage mit ihrem unscheinbaren Eingang bei der Zufahrt zum Kassenhäuschen der Weihermatt-Sportanlagen, sei riesengross, wie Büchi betont. Sie umfasste früher zwei Operationsräume, einen sehr grossen, vielleicht 200 bis 300 Quadratmeter umfassenden Eingangsbereich, einen Triageraum, und weitere mehrere, zum Teil sehr grosse Räume. Gegenwärtig dürften sich darin auch noch bis zu 70 Zivilschutzbetten befinden.

Geprüft wird auch ein Rückbau

Der Status der Anlage sei im Moment nicht geklärt, fährt Büchi fort. Der Gemeinderat mache sich derzeit noch Gedanken, wie man sie weiter nutzen könne. Es werde in ihr mit Sicherheit keine Sanitätshilfsstelle mehr geführt. Das sei auch bei Bund und Kanton so vorgemerkt.

Vielleicht werde der Zivilschutz sie noch benutzen können, andernfalls werde eine zivile Nutzung geprüft. Geprüft werde auch ein teilweiser Rückbau, etwa der schweren Betontüren oder des 45000 Liter fassenden Wassertanks.

Zeitlich sei die Sanierung notwendig geworden, weil die Eisbahn ab März ebenfalls saniert werde. Da gehe es in einem, wenn man die Anlage abdichten könne. Ansonsten wäre dies viel teurer geworden.

Künftig könnte die Anlage bei der Kunsteisbahn weiterhin als Raum für den Zivilschutz genutzt werden. Sie könnte ebenfalls dienen als geschützte Unterkunft der Partnerorganisationen des Zivilschutzes, der Feuerwehr und der Polizei, so Martin Büchi weiter. Ansonsten gilt die Anlage im Leitbild des Gemeinderats als wertvolle Baute für zivile Nutzung oder wenn einmal ein Notfall eintreten könnte.