Das Nein des Schweizer Volkes zur 100-Franken-Autobahnvignette hat Folgen für die Sanierung der Autobahn A53 zwischen dem Brüttiseller Kreuz und Uster. Die 2004 vom Regierungsrat bewilligten Ausgaben vor die Vorarbeiten müssen um 7,8 Millionen auf 10,2 Millionen Franken erhöht werden.

Wie der Zürcher Regierungsrat am Donnerstag mitteilte, sollen in einem ersten Schritt dringend notwendige Vorarbeiten an den Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen ausgeführt werden. Dazu gehören zwei neue Trafostationen und die Verlegung neuer Leitungen für die Stromversorgung der Betriebs- und Sicherheitsanlagen.

Der Regierungsrat hatte 2004 Ausgaben von 2,4 Millionen Franken für umfangreiche Zustandserfassungen und die Erarbeitung eines Massnahmenprojektes bewilligt, mit dem die Oberlandautobahn für die nächsten 15 Jahre instand gesetzt werden soll. Die gesamten Projektkosten betragen laut Regierungsrat rund 76 Millionen Franken.

Ursprünglich sollten sowohl die bestehende Oberlandautobahn zwischen Wangen-Brüttisellen und Uster als auch das geplante neue Teilstück zwischen Uster und Hinwil im Rahmen des neuen Netzbeschlusses per 1. Januar dieses Jahres an das Bundesamt für Strassen (Astra) übergehen. Dementsprechend wäre auch die Instandsetzung durch den Bund finanziert worden.

Weil jedoch das Stimmvolk im vergangenen November die Erhöhung des Autobahnvignettenpreises von 40 auf 100 Franken abgelehnt hat, kann der neue Netzbeschluss nicht umgesetzt werden. Und somit bleibt die Instandsetzung der Autobahn A53 in der Verantwortung des Kantons Zürich.

Der Kanton ist deshalb gezwungen, für die Vorarbeiten den 2004 bewilligten Kredit um 7,8 auf 10,2 Millionen Franken aufzustocken. Die Vorarbeiten an der Oberlandautobahn beginnen im Frühjahr 2015 und dauern bis Ende 2015.