Mister-Schweiz-Wahl

Sandro De Mattio: Von der Bühne zurück auf die Baustelle

Sandro De Mattio bei der Schönheitskür.  ENNIO LEANZA/ Keystone

Sandro De Mattio bei der Schönheitskür. ENNIO LEANZA/ Keystone

Birmensdorf Mister-Schweiz-Kandidat Sandro De Mattio (22) ist schnell im Alltag gelandet. Er erhoffte sich von der Kandidatur Aufträge als Model oder als Fotograf. Doch bisher haben sich noch keine konkreten Projekte ergeben.

Sandro De Mattio, am Samstag haben Sie es nicht in die Endrunde der Mister-Schweiz-Wahl geschafft. Wie sind Sie in die Woche gestartet?

Sandro De Mattio: Ich bin in meinen normalen Alltag als Schreiner zurückgekehrt. Um 7 Uhr war ich bereits auf einer Baustelle in Uitikon und habe Türen montiert.

Eben standen Sie noch im Scheinwerferlicht, erlebten vor der Wahl ein luxuriöses Mister-Schweiz-Camp in Dubai. Wie ist Ihre Stimmung nach dieser harten Landung?

Ich bin aufgestellt wie immer, auch wenn ich am Samstag ein bisschen enttäuscht war. Wie ich vernommen habe, fehlten mir nur wenige Stimmen für ein Weiterkommen in die nächste Runde.

Gab es Tränen hinter der Bühne, wie es bei den Miss-Schweiz-Wahlen jeweils üblich ist?

Nein, bei mir nicht. Einige Kandidaten sind nach ihrer Abwahl hinter der Bühne emotional geworden. Ich gehörte aber nicht dazu. Schliesslich habe ich nichts verloren, sondern Erinnerungen an eine schöne Zeit gewonnen.

Welchen Moment haben Sie am intensivsten erlebt?

Eindeutig der Moment kurz vor Beginn der Show in der Bodensee-Arena. Das Adrenalin schoss durch meinen Körper, Moderator Sven Epiney hatte die Stimmung im Publikum angeheizt. Im Saal sassen meine Kollegen aus Birmensdorf, meine Familie und meine Freundin und riefen meinen Namen. Das war eine extrem emotionale Situation. Ich hatte auch weiche Knie, weil ich auf der Bühne einen Salto machen musste. Zum Glück bin ich gut gelandet.

Trotz Salto hat es nicht für den Mister-Titel gereicht. Warum?

Im Kanton Zürich ist es schwierig, die Menschen für einen Kandidaten zu mobilisieren. Das Interesse an der Mister-Schweiz-Wahl ist hier nicht so gross. Da hatte es der neue Mister Schweiz Luca Ruch im Kanton Thurgau einfacher: Er hatte sehr viele Leute im Rücken, die ihn unterstützten. Ausserdem hat er die Werbetrommel viel stärker gerührt als ich.

Was halten Sie vom neuen Mister Schweiz?

Luca Ruch ist ein guter Mister: ein aufgestellter Typ, der auf die Leute zugehen kann. Er war im Mister-Schweiz-Camp in Dubai mein Zimmergenosse, daher kenne ich ihn sehr gut.

Auf Luca Ruch kommt ein aufregendes Jahr mit vielen lukrativen Aufträgen zu. Auch Sie erhofften sich von der Kandidatur Aufträge als Model oder als Fotograf. Was wird daraus?

Es haben sich bisher noch keine Projekte ergeben. Ich werde normal weiterarbeiten – die grosse Lebens- und Karriereplanung kann noch warten. Schliesslich bin ich noch jung. (lacht)

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