Dietikon

Samichlaus warnt vor übermässigem Handykonsum — Dietikon feiert den Einzug

Auf dem Kirchenplatz in Dietikon empfingen am Sonntagabend 150 Kinder und ihre Familien den heiligen Niklaus.

Feierlich läuteten gestern Sonntagabend um 17.05 Uhr die Glocken der Stadtkirche St. Agatha, als der St. Niklaus und die anderen Samichläuse sowie die Schmutzlis, angeführt von den Geisslechlöpfern, den Trychlern, den Fackel- und Inful-Trägern wie auch der Chlausmusik auf dem Kirchplatz in Dietikon einzogen. Hunderte von Zuschauern säumten bei Nieselregen die Bremgartnerstrasse in Erwartung des feierlichen Chlauseinzugs, der vor dreissig Jahren zum ersten Mal in dieser prächtigen Form stattfand.

Brauchte es beim ersten Mal diverse auswärtige Gruppen, beteiligten sich nach wenigen Jahren ausschliesslich einheimische Vereine. Rund 150 Kinder aus den Dietiker Kindergärten sowie Jungwacht und Blauring leuchteten dem Samichlaus mit Fackeln und Laternen den Weg. Dann tauchte bei ausgeschalteter Strassenbeleuchtung der von Pferden gezogene Wagen auf, auf dem der Samichlaus und der Schmutzli sassen. Langsam zog der festliche Tross vor die Kirche. Dort erstrahlte ein riesiger Christbaum. Auch die Bläser hatten sich dort positioniert. Dann betrat der Oberchlaus das Podest. «Liebe Kinder, liebe Eltern, Grosseltern und alle Leute, die heute Abend nach Dietikon gekommen sind», begrüsste der Mann mit Mitra und Stab die Gäste. Es sei wunderbar, dass sie hier so schön empfangen werden. «Da verschlägt es mir fast die Sprache», sagte er.

Mehr Zeit zusammen verbringen

«Nebst dem Zähneputzen und dem Zimmer besser aufräumen, muss ich leider feststellen, dass in zahlreichen Familien heutzutage das Handy das viel grössere Problem darstellt», bemerkte der Weihnachtsmann. Denn an vielen Orten, wo der Schmutzli unterwegs gewesen sei, seien die Kinder, aber vor allem die Erwachsenen, mit ihrem Smartphone beschäftigt gewesen. Der Bärtige wandte sich zu den Eltern: «Wann habt ihr das letzte Mal mit der Familie gespielt? Nehmt euch im Advent wieder einmal einen Moment Zeit, um miteinander in Ruhe an den Tisch zu sitzen, um ein Gesellschaftsspiel zu machen oder einfach zu reden, statt die Zeit mit dem Handy zu vergeuden.»

Zwischen Kirchplatz und Busbahnhof präsentierten am Wochenende zudem über hundert Standbetreiber ihr reichhaltiges Warenangebot am Weihnachtsmarkt. Diverse Essstände sowie geheizte Festbeizen gab es für das kulinarische Wohl. Und auf der Bühne im Marktzentrum traten am Samstag und Sonntag insgesamt vierzehn Musikgruppen auf.

Die Stadtjugendmusik Dietikon spielt den Sechseläutenmarsch arrangiert von Marco Nussbaumer

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