Schlieren
Saalbau soll Alterszentrum beherbergen

Mit einem kombinierten Projekt liessen sich Kosten sparen und Senioren vor der Isolation bewahren, findet die CVP. Sie hat eine entsprechende Motion eingereicht.

Sophie Rüesch
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Etwas hier soll der neue Stadtpark entstehen.

Etwas hier soll der neue Stadtpark entstehen.

Sophie Rüesch

Dem Zentrum von Schlieren stehen grosse Veränderungen bevor: Mit dem Bau der Limmattalbahn wird ein neuer Platz geschaffen, ein Teil der Badenerstrasse wird aufgehoben und ein grosser Park soll eine grüne Fusswegverbindung zur reformierten Kirche bilden. Dort sind ein Stadtsaal und ein Alterszentrum geplant.

Nun schlägt die CVP-Gemeinderatsfraktion vor, die beiden Vorhaben zusammenzulegen. In einer kürzlich eingereichten Motion fordert sie den Stadtrat auf, im Wettbewerb für den Stadtsaal eine Variante auszuschreiben, die das Alterszentrum und den Saal in ein und demselben Gebäude vorsehen. So könnten zwar vielleicht «nicht ganz alle Wünsche bezüglich des Stadtsaales und des Alterszentrums erfüllt werden», schreibt die CVP in einer Mitteilung. Dennoch sei ihr Vorschlag «eine ideale Lösung» bezüglich Realisierung und Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Weniger Grünflächen-Verlust

Einerseits, so die CVP, ginge durch eine Zusammenlegung weniger Grünfläche verloren. Schliesslich sei eine markante Vergrösserung des bestehenden Stadtparks stets als einer der Hauptvorzüge der Zentrums-Umgestaltung verkauft worden. Würden die beiden Bauten separat erstellt, wäre aber «unter dem Strich höchstens gleich viel, wenn nicht sogar weniger Grünfläche als vorher vorhanden», heisst es in der Motion.

Andererseits könnten dadurch verschiedene Synergien genutzt werden: So könnten nicht nur die Seniorinnen und Senioren Restaurant, Saal, Küche, Parkplätze und weitere Räume nutzen, sondern auch von anderen Benutzern des Gebäudes. Das Parlament selbst dürfte übrigens dereinst seine Sitzungen im Stadtsaal halten; für die heutige Sitzungsstätte im in die Jahre gekommenen Salmensaal wird schon seit geraumer Zeit Ersatz gesucht.

Synergien könnten bereits in der Bauphase genutzt werden. So liessen sich die Erstellungs- wie auch die Betriebskosten tiefer halten als bei zwei separaten Projekten. Eine Kombination der Vorhaben soll zudem eine Isolation der Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums verhindern. Sie würden mit den Plänen der CVP «ins neue (Kultur-)Zentrum der Stadt integriert». Zusammen mit dem Ortsmuseum, der Remise und der Salzscheune würde das neue Gebäude dann eine «Kulturoase» mitten in Schlieren bilden.

Die Motion hat ihren Ursprung in einem CVP-Positionspapier zur Gestaltung des Zentrums, das die Parteiversammlung ebenfalls vor kurzem verabschiedete. Dort fordern die Schlieremer Christdemokraten auch, dass der Stadtsaal als Auditorium mit aufsteigender Bestuhlung konzipiert wird, dass das Gebäude einen architektonischen und städtebaulichen Akzent bildet und dass für die Finanzierung verschiedene «innovative» Varianten zu prüfen seien, wobei auch das Gewerbe einbezogen werden soll.

CVP für Geissweid-Überbauung

Zudem macht sich die CVP im Papier erneut stark für eine Überbauung des Geissweidplatzes nach dem Vorbild der Kalkbreiteüberbauung in Zürich. Nachdem sich gegen solche Pläne der Liberalen Baugenossenschaft Widerstand geregt hatte, ist eine Volksinitiative von Links- und Mittepolitikern beim Stadtrat hängig. Sie wollen den Platz, auf dem dereinst die Limmattalbahn halten und das 2er-Tram wenden soll, freihalten.