Dietikon

Russische Musiker brillieren am sechsten Dietiker Frühlingskonzert

Das anspruchsvolle, aber auch abwechslungsreiche Frühlingskonzert kam beim Publikum ausgezeichnet an. Die russische Pianistin und Sängerin beeindruckte mit ihrer kräftigen Sopranstimme und ihren flinken Finger auf der Tastatur ihres Flügels.

Es war phänomenal, wie die Hände der russischen Pianistin Olga Papikian auf der Tastatur des Flügels herumflogen. Das Klaviersolo «Alborado del gracioso» - Morgenlied eines Narren - des französischen Komponisten Maurice Ravel war denn auch einer der Höhepunkte des Frühlingskonzerts im Dietiker Pfarreizentrum St. Agatha. Beissend dissonante, kurz spielende und melodiöse Motive wechselten sich ab. Düstere und helle Partien zogen sich abwechselnd durch das vierte Werk des Zyklus' «Miroirs», das Ravel im Jahre 1905 komponierte und ein Jahr später uraufführte. Papikian meisterte den virtuosen und technisch ausserordentlich anspruchsvollen Part mit Bravour.

Ebenso sicher sang Papikian die drei Lieder von Johannes Brahms. Ihre wunderschöne, kräftige Sopranstimme kam auch bei den beiden Kantaten von Johann Sebastian Bach gut zur Geltung - am Flügel begleitet von ihrem Gatten Simon Nádasi. Dieser brillierte zu Beginn des Konzertes mit dem Präludium und Fuge in cis-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier von Bach.

Ein würdiger Ersatz

Ein weiteres Highlight war der russische Cellist Danila Ivanov, der seit zwölf Jahren in Genf wohnt und zum ersten Mal in Dietikon auftrat. Er sprang für Kirill Variash ein, der verhindert war. Ivanov war ein durchaus würdiger Ersatz, der die Stücke gekonnt interpretierte.

Das anspruchsvolle Konzert kam beim Publikum gut an. Hans-Ruedi Simmen aus Dietikon lobte Pianistin Papikian: «Das Klaviersolo von Maurice Ravel sowie das letzte Stück von Brahms spielte sie meisterhaft.» Auch der Cellist Danila Ivanov habe «grossartig, einfach sensationell» gespielt, so Simmen. Eine weitere Zuhörerin schätzte vor allem die Abwechslung, wie sie sagte: Die unterschiedlichen Stücke der verschiedenen Komponisten und die stets wechselnden Solisten hätten sie beeindruckt.

Simon Nádasi bedankte sich bei der katholischen Pfarrei St. Agatha dafür, dass diese die Konzertreihe seit sechs Jahren ermögliche. Er sei überzeugt, dass die Konzerte für Dietikon einen wichtigen kulturellen Beitrag darstellten, der allseits geschätzt werde.

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