Bergdietikon
Rundgang durch die verborgene Wasserwelt der Pumpstation Rossweid

In der Pumpstation Rossweid in Bergdietikon werden 37'000 Liter Trinkwasser produziert. Die Brunnenmeister Roman Pelzer und Martin Bräm erklären Anwohnern, wie der Regentropfen ins Wasserglas gelangt.

Senada Haralcic
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Der pilzförmige Schacht führt zur Quelle
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Führung durch die Bergdietiker Wasserwelt
Im Reservoir Eichholz lagern eine Million Liter Wasser
Die Besucher blicken durchs Fenster

Der pilzförmige Schacht führt zur Quelle

Senada Haralcic

Am Rande eines schmalen Kieswegs bei Kindhausen steht ein kleiner Betonwürfel. Es ist die Pumpstation Rossweid, die 37'000 Liter Trinkwasser unter sich verborgen hält. Im Inneren ist auf den ersten Blick kein einziger Tropfen Wasser zu sehen. Roman Pelzer, einer von zwei Brunnenmeistern in Bergdietikon, öffnet den Deckel eines Schachts, und da plätschert das Wasser in einem grossen Becken. Insgesamt sammelt die Pumpstation Rossweid Wasser aus drei Quellen.

Zusammen mit seinem Kollegen Martin Bräm erklärt Pelzer Interessierten an einem Rundgang durch die Bergdietiker Wasserwelt, wie das Trinkwasser in die Haushalte gelangt. Zahlreiche Anwohner sind an diesem Samstag zur Führung erschienen. «Wenn es regnet, saugt der Boden das Wasser auf. Danach sickern die Tropfen durch mehrere Erdschichten, bis sie von einer natürlichen Wasserleitung gesammelt werden. Diese würde normalerweise irgendwann in einen Fluss münden, und genau da fängt unsere Arbeit an», sagt Bräm.

«Die Natur ist der beste Filter»

Die Wasserleitung werde mit einem Rohr angezapft, so Bräm. Eigentlich sei das Wasser dann schon fast fertig aufbereitet. «Die Natur ist der beste Filter, es braucht kaum weitere Massnahmen, bis das Wasser von Schmutz und Bakterien getrennt ist».

Auf derselben Wiese, auf der sich auch die Pumpstation Rossweid befindet, steht ein pilzförmiger Schacht, der die Quelle für die Brunnenmeister zugänglich macht. Rund um den Schacht wurde eine Schutzzone von rund 300 Metern errichtet. Bauen oder Düngen streng verboten: «Das Regenwasser darf nicht verschmutzt werden», sagt Bräm. Danach geht es weiter zum Reservoir Eichholz. Von dort gelangt das Wasser schliesslich in die Haushalte.