Schlieren
Rund 100 Gegner der Limmattalbahn demonstrierten vor der Parlamentssitzung

Die Demonstranten bedankten sich beim Stadtrat für seine Kehrtwende in der Frage der Tunnelverlängerung im Färberhüsli. Thomas Grädel (SVP) äusserte allerdings den Verdacht, dass die Exekutive es mit ihrer Einsprache nicht ernst meinte.

Florian Niedermann
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Vor dem Salmensaal in Schlieren demonstrierten rund 100 Gegner der Limmattalbahn gegen das Bahn-Projekt.

Vor dem Salmensaal in Schlieren demonstrierten rund 100 Gegner der Limmattalbahn gegen das Bahn-Projekt.

Florian Niedermann

Rund 100 Gegner der Limmattalbahn erwarteten den Stadtrat gestern vor dem Salmensaal mit Transparenten. Auf einem Banner bedankten sich die Anwesenden bei ihm für seine überraschende Einsprache gegen das Limmattalbahn-Projekt im Rahmen des Planauflageverfahrens.

Bei den Demonstranten erhärtete sich im Vorfeld der Aktion jedoch der Verdacht, dass die Exekutive den Gesinnungswandel nur aus wahlkampftaktischen Gründen vollzogen zu hat, wie Thomas Grädel (SVP) als Vertreter der Limmattalbahn-Gegner zu Beginn der Parlamentssitzung erklärte.

Dies, weil die Exekutive in ihrem Rückblicksbericht zur vergangenen Legislatur zwar einzelne Punkte der Einsprache, nicht aber die verlängerte Tunnelführung im Spitalquartier erwähnte. «War der Sinneswandel Lug und Trug?», frage Grädel.

Er erhoffe sich ein klares Zeichen des Stadtrats, dass er es ernst meine mit seiner Einsprache. Die Gegner forderten ausserdem eine zeitliche Verschiebung des Projekts und einen fahrleitungslosen Elektrobus als Alternative zur Limmattalbahn.

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