Das Dietiker Stadtfest ist der grosse Höhepunkt in diesem Limmattaler Sommer. Über 30 000 Besucher erwartet die Stadt. Bekannte Stars wie Boney M., Dodo und Francine Jordi werden auf dem Rapidplatz und dem Kirchplatz auftreten. Damit das Fest perfekt wird, ist viel freiwilliges Engagement nötig. Aber es ist eine grosse Herausforderung, genug Leute zu finden. «Bisher sind erst rund 15 Prozent aller Schichten besetzt», sagt Michael Seiler, Projektleiter im Stadtfest-Organisationskomitee. Insgesamt zu besetzen sind etwas mehr als 200 Helfer-Schichten. Falls es nicht viele Personen gibt, die Doppelschichten übernehmen, braucht es also noch gut 100 Freiwillige.

Jetzt, rund zwei Monate bevor Dietikon zur Festmeile wird, ist das Organisationskomitee darum dringend darauf angewiesen, dass sich weitere Helferinnen und Helfer melden. «Wir haben noch ein paar Freiwillige, die sich zwar schon gemeldet, aber noch keine Schicht ausgewählt haben. Der Zuspruch ist gross. Doch es braucht noch zahlreiche weitere Personen», sagt Seiler.

Eine Helfer-Schicht dauert vier Stunden. Es ist keine Gratis-Arbeit: Fünf Franken gibt es pro Stunde. Dazu kommen noch Getränke- und Essensgutscheine. Der schönste Lohn werden aber die Feierlaune und die fröhlichen Gesichter in Dietikon sein. So sorgen die Helfer dafür, dass sich der Bezirkshauptort und das Limmattal im besten Licht zeigen. Im Herbst soll es zudem ein Helfertreffen geben.

Grosse Batzen für die Vereinskasse

Sowohl Einzelpersonen als auch Familien, Vereine und Schulklassen sind gerne als Helfer gesehen. Wenn zehn Personen einen vierstündigen Einsatz leisten, erhalten sie so 200 Franken, die sie zum Beispiel in ihre Vereinskasse fliessen lassen können.

Die Helfer haben fünf Aufgabenbereiche: So gibt es Festbändel und weitere Festartikel zu verkaufen. Ausserdem sind Infostände zu betreuen. Weiter braucht es Allrounder, Backstage-Helfer zum Beispiel bei den Konzertbühnen und Personen, die Transporte, Shuttledienste und weitere Logistik-Aufgaben übernehmen.

Allerdings können viele kleinere Vereine kaum zusätzliche Helfereinsätze leisten, da sie bereits alle möglichen Helfer in ihren Beizli brauchen. Auch die grösseren Vereine haben viel zu tun. So wird der FC Dietikon in seinem Tessiner Grotto auf dem Rapidplatz das legendäre Risotto kochen, das man auch vom Frühlingsmarkt kennt. Auch die Stadtmusik, der Feuerwehrverein, die Handballer und weitere Vereine nehmen zahlreiche Aufgaben wahr. «Die Unterstützung durch die Vereine ist super», freut sich Seiler. «Auch Vereine von ausserhalb sind herzlich willkommen, an unserem Stadtfest mitzuhelfen», so Seiler.

Die Festbändel gehören dazu

Auch wer keine Freiwilligenarbeit leisten kann, kann das Stadtfest unterstützen. Denn derzeit werden für zehn Franken die blauen Stadtfest-Bändel verkauft. Damit unterstützt man den Anlass. «Bis jetzt läuft der Verkauf nicht schlecht», sagt Seiler. Zurzeit sind ein paar Schulklassen unterwegs, die die Festbändel verkaufen. Ausserdem sind sie auch am Kassenschalter im Dietiker Stadthaus erhältlich. «Persönlich habe ich auch immer gut zwanzig Bändel im Sack, um keine Verkaufsgelegenheit zu verpassen», sagt Seiler. «Am meisten Festbändel werden wir aber am Fest selber verkaufen können», so Seiler weiter. Am Fest einen Bändel zu tragen, ist kein Zwang, da der Anlass keinen Eintritt kostet. Aber die vielen Helfer haben die Unterstützung durch den Bändelkauf verdient.

Am Dienstag, 10. Juli, steht das Organisationskomitee von 18 bis 20 Uhr im Foyer des Dietiker Stadthauses Red und Antwort zu allen Fragen rund um die Helfer-Einsätze.