Oberengstringen
«Run» auf das Amt des Gemeinderats? Nur einer will kandidieren

Der FDP-Kandidat David Specker ist so gut wie gewählt. Bis 17. März sind Kandidaturen möglich.

David Egger
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David Specker hat gute Chancen gewählt zu werden.

David Specker hat gute Chancen gewählt zu werden.

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Er braucht viel Zeit, bringt aber Verantwortung, angeregte Diskussionen und 1500 Franken Entschädigung pro Monat mit sich: der Job als Gemeinderat in Oberengstringen.

Bisher hat sich erst ein Bürger gemeldet, der das Amt übernehmen will: David Specker (FDP), Jahrgang 1985, soll Claudia Trüb (FDP) beerben. Die Gesundheits- und Sicherheitsvorsteherin trat nach sieben Jahren Amtszeit per Ende Februar zurück.

Die erste Frist für Kandidaturen ist am 7. März abgelaufen, in einer zweiten und allerletzten Frist kann man sich noch bis 17. März zur Wahl stellen.

Tut das niemand, wird der Gemeinderat den Kandidaten David Specker als in stiller Wahl gewählt erklären, voraussichtlich an der Sitzung vom 21. März.

SP und Forum: Erfolglose Suche

Die Präsidenten der Oberengstringer Ortsparteien sind mit der FDP-Kandidatur zufrieden. Sie trauen der FDP zu, dass sie einen fähigen Mann zur Wahl vorschlägt – so sagt es zum Beispiel René Beck (CVP).

Das Politische Forum Engstringen und die SP sagen auf Anfrage, dass sie sich nach Kandidaten umgeschaut hätten. Aber bei beiden Parteien wollte niemand kandidieren.

Auch Stefan Bolz von der Alternativen Liste, der 2011 in einer ähnlichen Situation kandidierte, um dem Volk eine Auswahl zu bieten, winkt ab: «Wir finden, dass dieser Sitz der FDP zusteht. Es ist ihr einziger.»

Bis 2011 hatte die FDP noch zwei Sitze. Die SVP verzichtet auf eine Kandidatur, weil sie bereits zwei Gemeinderäte stellt.

David Specker selbst weilt zurzeit im Ausland. Er würde den Gemeinderat ganz klar verjüngen. «Für frischen Wind im Gemeinderat», heisst es in der FDP-Wahlwerbung.

Gemäss Speckers Twitter-Seite interessiert er sich auch für Verkehrsthemen: Er steht auf der Seite der Autofahrer und hat sich gegen verschiedene öV-Projekte ausgesprochen, darunter die Limmattalbahn.

Der Gemeindeschreiber Peter Menzi geht persönlich nicht davon aus, dass noch eine Kandidatur auftaucht: «Erfahrungsgemäss würde sich das vorher abzeichnen.» Wer also trotzdem noch kandidiert, hätte ein grosses Überraschungsmoment auf sicher.