Nachgefragt
RS-Start in Birmensdorf: «Ich erwarte eine spannende und fordernde Zeit»

Das Kommando der Durchdienerschule ist von Aarau nach Birmensdorf umgezogen. Diese Woche starteten die ersten Rekruten ihren Militärdienst in der Kaserne Reppischtal. Philipp Rossacher ist einer von ihnen.

Christoph Merki
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Philipp Rossacher wohnt nur 10 Minuten Fussweg von der Kaserne entfernt.

Philipp Rossacher wohnt nur 10 Minuten Fussweg von der Kaserne entfernt.

Seit 2003 startete keine RS mehr im Reppischtal. Erst die Verschiebung des Kommandos der Durchdienerschule von Aarau nach Birmensdorf – aufgrund der Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee – bescherte der Kaserne im Reppischtal nach rund 15 Jahren wieder einen RS-Start.

Die kürzeste Anreise in die Kaserne hatte wohl Philipp Rossacher (21) aus Birmensdorf. Nach dem Nachtessen blickte er auf die ersten Stunden seines Militärdienstes zurück.

Herr Rossacher, verlief der erste Tag, wie Sie es sich vorgestellt hatten?

Philipp Rossacher: Es war viel lockerer, als ich gedacht hatte. Der Umgang mit uns war sehr angenehm, höflich und respektvoll. Wir wurden gut informiert, konnten den ersten Teil des Materials fassen und auch sogleich kontrollieren, ob alles vorhanden ist.

Im eigenen Dorf in die Rekrutenschule einzurücken, ist sicher doppelt speziell?

Es ist sehr angenehm: Ich bin heute um 13 Uhr losgelaufen und war 10 Minuten später in der Kaserne. Dieser kurze Nachhauseweg wird sicher auch beim Abtreten in den Urlaub ein Vorteil sein. Ich finde dies äusserst positiv.

Haben Sie Erwartungen an die Rekrutenschule?

Ich stelle mir vor, dass es eine spannende und lehrreiche Zeit wird. Sicher wird es auch fordernde und lustige Momente geben. Ich finde es gut, dass einem hier nicht alles vor die Füsse geworfen wird. Ich hoffe auch, dass ich vom Gelernten das eine oder andere ins Zivilleben mitnehmen kann, wie zum Beispiel die Zimmerordnung. Manche finden dies unnötig, doch ich mag die Ordnung. Ausserdem ist die RS ein Gratistraining mit guter Ernährung, wo wir körperlich gefordert werden.

Warum haben Sie die Durchdienervariante gewählt?

In erster Linie möchte ich nach dem Militär zur Polizei gehen und vorher meine Dienstpflicht erfüllen. Als Polizist ist man ja nicht mehr dienstpflichtig. Ich möchte aber meinen Militärdienst und meine Tage leisten. Schon mein Grossvater und mein Vater machten Militär. Ich finde, ein Mann muss hier einfach durch.

Ist anschliessend das Weitermachen ein Thema für Sie?

Ich muss nicht unbedingt nächstes Jahr zur Polizei gehen. Wenn es mir im Militär gefällt und sie mich wollen, wäre Weitermachen eine Möglichkeit. Aber das wird sich in den kommenden Monaten zeigen.