Konzert
Romeo Santos – Der König des Bachata bringt die Sonne nach Dietikon

Aufgrund des grossen Andrangs lässt sich der neue Latino-Shootingstar Romeo Santos statt in einer kleineren Location in Zürich gleich in der Stadthalle Dietikon feiern. Vor allem das weibliche Publikum ist entzückt.

Christoph Merki
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Ein Meer aus Handys breitet sich vor Romeo Santos aus.
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Romeo Santos hat durchaus auch männliche Fans – traurig sind diese jedoch auch nicht über den weiblichen Anteil an Konzertbesuchern.
Romeo Santos Stadthalle Dietikon
Die Stadthalle Deitikon ist zum Bersten voll mit begeisterten Fans.

Ein Meer aus Handys breitet sich vor Romeo Santos aus.

Christoph Merki

Unzählige Smartphones leuchteten in der vollgestopften Stadthalle in Dietikon. Ein jeder wollte den Latino Shootingstar persönlich für die Ewigkeit festhalten. Ohrenbetäubendes Kreischen, als Romeo Santos tatsächlich die Bühne betrat.

Auf diesen Augenblick haben die vornehmlich weiblichen Fans gewartet. «Er sieht einfach gut aus, singt super und erobert die Herzen», charakterisierte Shakira Zihlmann den Starexport aus der Bronx in New York.

Schon nach den ersten Takten konnte niemand dem karibischen Ambiente widerstehen. «Romeo findet einfach die richtigen Worte, um die Liebe auszudrücken», beschrieb Vanessa Schwenker ihre Begeisterung für den 34 jährigen Sänger. Im Vorteil war, wer Spanisch versteht.

Alle Liedtexte sind nämlich in der Amtssprache der Dominikanischen Republik verfasst, und auch Santos redet mit seinen Fans in Spanisch. Für die mehrheitlich südamerikanisch oder karibisch verwurzelten Konzertbesucher war dies aber kein Problem. «Bei seinen Liedern kommt so richtig Ferienfeeling auf, man spürt die Wärme», strahlte Fabienne Scarnato. Schon zu Zeiten als Romeo Santos noch mit der Band «Ventura» unterwegs war, verfiel Laura Paulino der Musik. Die Leidenschaft und sein Bachata-Stil faszinieren sie noch immer.

«Er bringt es auf den Punkt»

Eigentlich war das Konzert in Zürich geplant gewesen. Aufgrund der grossen Nachfrage wurde es jedoch kurzerhand nach Dietikon in die Stadthalle verlegt. Von überall her kamen die Fans, um den aufstrebenden Superstar live erleben zu können.

Jhoselin Ortega und Chantal Espinosa sind sogar aus Lausanne angereist. Zwar ist Patrik Sprecher nicht der grösste Fan, trotzdem hat er seiner Freundin Antonia La Chiana das Konzertticket zu Weihnachten geschenkt. «Er ist anders als andere Latinosänger, er bringt es mit seinen Worten einfach auf den Punkt», erklärte sie ihre zweite Liebe. Als «Rey de la Bachata» gelobt, enttäuschte der Sohn einer Puertoricanerin und eines Dominikaners seine Fans nicht, gab sich volksnah und sang sogar im Selfiemodus in die Handykamera einer Besucherin.

«Die Musik ist sehr schön, bei diesem Sound hat man einfach ein spezielles Gefühl», meinte Orlando Esposito und fügte schelmisch an, «aber auch die vielen hübschen Frauen, die an das Konzert gehen, sind nicht zu verachten.» Doch der Latinostar stellte seine Fans auf eine harte Probe. Eine insgesamt gut 120 Meter lange Schlange bildete sich vor den Eingängen der Stadthalle.

«Für den Ticketpreis von 150 Franken ist die Organisation sehr schlecht», zeigte sich Maria Rodrigez enttäuscht. Mit knapp zwei Stunden Verspätung betrat Romeo Santos dann endlich die Bühne. Doch spätestens nach den ersten Takten wich bei vielen Konzertbesuchern der Ärger einer karibischen Wärme und Euphorie. «Romeo singt mit viel Gefühl und seine Texte haben einen tieferen Sinn», betonten Evelina Weibel und Anny Ortiz, beide mit dominikanischen Wurzeln. Da wird auch mal gerne eine längere Wartezeit in Kauf genommen.

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