Uitikon
Rockmusik und Hundertwasser inspirieren die Kinder beim Basteln

Während der Projektwoche im «Schwerzgrueb» verschöneren die Kinder mit viel Freude ihr Schulhaus. Sie lassen sich dabei von harter Rockmusik und wilden Künstlern inspirieren.

Flavio Fuoli
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Eine Woche lang waren die Kinder im kreativen Einsatz für ihre Schule.

Eine Woche lang waren die Kinder im kreativen Einsatz für ihre Schule.

Cassia hat gelernt. Nein, nicht in einer normalen Schulstunde, sondern anlässlich der Projektwoche ihres Schulhauses Schwerzgrueb. Cassia weiss jetzt, wer Friedensreich Hundertwasser ist, der berühmte Maler. Sie hat sich nämlich für die Gruppe Hundertwasser eingetragen, welche dem Künstler nacheifert. Und überhaupt: «Wir haben viel Spass hier mit der Lehrerin, es ist lustig.»

Die alle zwei Jahre stattfindende Projektwoche der Schule Uitikon behandelt dieses Jahr im «Schwerzgrueb» das Thema Schulverschönerung. In sechs Gruppen eingeteilt, wird entweder ein grosses Logo für die Eingangshalle erarbeitet, es sind Hundertwasserkünstler an der Arbeit, Comicfiguren werden gezeichnet, eine Schülergruppe gestaltet ein übergrosses Acrylbild, die Kindergärtner verschönern Veloräder und bekleben den Uitiker Löwen mit ausgeschnittenen Tieren. Und die aufgepeppte Pinnwand kommt wieder in der Eingangshalle zu hängen.

Alle zwei Jahre findet an der Schule Uitikon eine Projektwoche statt
7 Bilder
Teamwork für die Verschönerung des Schulhauses
Im Schulhaus Schwerzgrueb bastelten und malten die Kinder während der Projektwoche wie wild
So blumig wurden die Arbeiten dieser Mädchen
Es wird mit grosser Konzentration gearbeitet
Das Ziel war, das Schulhaus Schwerzgrueb zu verschönern
Das Zeichnen von Tierfiguren will geübt sein

Alle zwei Jahre findet an der Schule Uitikon eine Projektwoche statt

«Viele Dekorationsgegenstände im Schulhaus waren alt», erklärte die Handarbeitslehrerin Herta Schregenberger beim Besuch der Limmattaler Zeitung. So machte man sich schon vor Beginn der eigentlichen Projektwoche an die Arbeit, verschönerte Wände im Treppenhaus oder entfernte eine Büste, die niemandem mehr so richtig gefiel, aber schon seit Jahrzehnten da stand.

Dass eine Projektwoche immer etwas Spezielles ist, ist sich Schregenberger durchaus bewusst. Im positiven Sinne: «Meine Gruppe ist extrem motiviert. Das sind die Kinder allgemein.» Und Schulleiter Jürg Auer sagt: «Die Kinder sind total motiviert. Das motiviert wiederum die Lehrerschaft, in zwei Jahren etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen.»

Beteiligt sind Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse. Sie arbeiten in altersdurchmischten Gruppen. Unterstützung erhält die Schule auch durch verschiedene Elternteile.

Auch im Reitwis und Mettlen

Auch in den beiden anderen Uitiker Schulhäusern Rietwis und Mettlen fanden Projektwochen statt. Insgesamt sind über 300 Schülerinnen und Schüler daran beteiligt. Im Reitwis beschäftigten sich die Kinder mit dem Thema Umwelt. Beschäftigen konnten sie sich unter anderem mit Sonnenenergie, Recycling, klimafreundlichem Einkauf oder der Bedeutung des Waldes. Die Unterstufenschüler im «Mettlen» hatten Spass mit dem Thema Spielen. In vierstündigen Workshops widmeten sie sich dem Modellflugzeugbau oder Spielen wie Memory, Wikingerspiel oder Labyrinth. Heute Nachmittag präsentieren sie ihre Basteleien von 13 bis 14 Uhr bei einem Apéro. (BHI)

Beim Urdorf Künstler Pierre Zwygart scheinen die Kinder besonders interessiert. «Es ist etwas Spezielles, dass man mit einem Künstler malen kann», sagt Dennis, der mit den anderen zusammen am Acrylbild arbeitet. Trotz aller Arbeit: Eine Pause ist erwünscht. Als Herta Schregenberger einen Znüni in Aussicht stellt, quittieren das die Schüler mit lautem Gröhlen.

Ganz anders dagegen in der Gruppe Logo. «Wollt ihr Pause?», fragt die Lehrperson. «Nein», antworten die Schüler, «wir haben gerade eine gehabt.» Eine zweite Pause ist offenbar nicht nötig – kein Wunder, wenn im Hintergrund harte Rockmusik läuft, die den Kindern offensichtlich gefällt und zur lockeren Atmosphäre beiträgt.

Im Schulhaus Schwerzgrueb werden die Objekte heute die Wände neu verzieren. Wer sich dies nicht entgehen lassen will, der ist zum öffentlichen Apéro eingeladen. Er findet Freitag von 15 bis 16 Uhr statt.