Schlieren
Robert Welti tritt nach 20 Jahren in der Exekutive nicht mehr an

Das Welti aufhört, ist seit einiger Zeit ein offenes Geheimnis. Es sei nun an der Zeit den Platz für Jüngere freizumachen. Die Kandidaturen der FDP-Stadträtinnen Stiefel und Krebs für die Wahlen 2014 stehen fest – neu mischt GLP mit.

Florian Niedermann
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Robert Welti, EVP
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Christian Meier, SVP.
Jean-Claude Perrin, SVP.
Manuela Stiefel, FDP.
Bea Krebs, FDP Bea Krebs steht dem Ressort SChule vor
Sicherheitsvorstand Markus Bärtschiger (SP). zvg
Stadtrat Schlieren

Robert Welti, EVP

Limmattaler Zeitung

Der Schlieremer Stadtrat könnte auf die nächste Legislaturperiode 2014-2018 personelle Änderungen erfahren. Dies ergibt eine Umfrage der Limmattaler Zeitung. Zwar haben noch nicht alle Generalversammlungen der Ortsparteien stattgefunden, dennoch ist einiges bereits bekannt. Nicht mehr antreten wird Sozialvorstand Robert Welti (EVP). Die SVP hat zwar noch keinen definitiven Beschluss gefasst, stellt aber in Aussicht, dass einer ihrer beiden Stadträte sich nicht mehr zur Wahl stellen wird.

«Unsere Kandidaten nominieren wir erst nach der Parteiversammlung vom 22. August. Es könnte aber zu einem personellen Umbruch kommen», sagt Rudolf Dober, der Präsident der SVP-Schlieren. Zumindest einer der beiden amtierenden Stadträte, Bauvorstand Jean-Claude Perrin oder Werkvorstand Christian Meier, könnte also verzichten. Verschiedene Quellen sprechen von Perrin.

Das Welti aufhört, ist seit einiger Zeit ein offenes Geheimnis. Für ihn steht eine weitere Legislaturperiode als Stadtrat nicht zur Debatte, auch wenn ihn die Partei wieder nominieren würde. «Ich habe nun 20 Jahre in der Exekutive mitgewirkt. Mir hat die Arbeit immer gefallen, aber nun ist es Zeit aufzuhören und den Platz für Jüngere freizumachen», sagt der bald 70-Jährige.

Krebs und Stiefel bereits nominiert

Die FDP hat ihre beiden Stadträtinnen, Finanzvorsteherin Manuela Stiefel und Schulpräsidentin Bea Krebs, bereits nominiert. Für Stiefel stand schon nach ihrer Wahl in den Stadtrat 2010 fest, dass es wenn möglich nicht bei einer einzelnen Legislaturperiode bleiben sollte. «Für mich war das Zeitfenster schon damals offen. Das letzte Wort hat aber natürlich das Stimmvolk», so Stiefel. Krebs begründet ihre Wiederkandidatur mit unabgeschlossenen Aufgaben, die in der Schule Schlieren noch anstehen: «Ich will Konstanz in die Schule bringen. Wir hatten einige personelle Wechsel und es laufen Projekte, die ich zu Ende führen möchte.»

Auch SP-Stadtrat Markus Bärtschiger (Sicherheitsvorstand) und sein Parteigenosse, Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin, können sich vorstellen, wieder anzutreten. «Ob wir tatsächlich wieder nominiert werden, entscheidet aber die Generalversammlung», sagt Brühlmann.

Keine Ambitionen bei den Grünen

Weltis Verzicht und der mögliche Wechsel bei der SVP wirft die Frage auf, ob andere Parteien um einen Sitz im Stadtrat kämpfen werden. Beat Rüst, Präsident der Grünen, verneint: «Keines unserer Parteimitglieder stellt sich zur Wahl. Ein solches Amt würde wegen des beanspruchten Pensums für die Meisten einen Berufswechsel bedeuten.» Auch der Quartierverein stellt keinen Stadtratskandidaten, wie Parteipräsident Arthur Nauman sagt.

Die grünliberale Partei, deren Schlieremer Ortsgruppe dieses Jahr gegründet wurde, konzentriert sich bei den kommenden Wahlen darauf, im Parlament Fuss zu fassen, wie die Co-Präsidentin der Bezirkspartei, Sonja Gehrig sagt. Ob man auch einen Kandidaten für die Exekutive nominieren werde, sei noch nicht geklärt. Ebenso setzt sich die CVP mit der Möglichkeit einer Kandidatur auseinander, wie Parteipräsident Stefano Kunz sagt: «Einen Entscheid fällen wir noch diesen Sommer.» Die Stadtratswahl findet am 9. Februar 2014 statt.