Gesundheit

Rickli will Zulassungsstopp für Ärztinnen und Ärzte

Einen Zulassungsstopp zu verfügen war für die Kantone bisher freiwillig. (Archivbild)

Einen Zulassungsstopp zu verfügen war für die Kantone bisher freiwillig. (Archivbild)

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) verfügt einen sofortigen Zulassungsstopp für Ärztinnen und Ärzte: Wer nicht mindestens drei Jahre an einer anerkannten Weiterbildungsstätte in der Schweiz tätig war, darf nicht mehr zulasten der obligatorischen Krankenversicherung abrechnen.

Ziel dieser Massnahme ist es, die Zahl der Praxisneueröffnungen zu reduzieren, wie die Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Ausgenommen von diesem Zulassungsstopp sind Hausärzte, die Kinder- und Jugendmedizin sowie jene Ärzte, die in einem Spital arbeiten.

Die Kantone sind vom Bund her eigentlich verpflichtet, eine solche Zulassungsbeschränkung zu erlassen - allerdings erst ab Juli 2021. Der Kanton Zürich rechnet nun damit, dass bis Ablauf dieser Frist noch sehr viele Gesuche um Erteilung einer Berufsausübungsbewilligung eingehen werden. Deshalb werde die Zulassungsbeschränkung per sofort verfügt.

Einen Zulassungsstopp zu verfügen war für die Kantone bisher freiwillig. Zürich wandte diese Massnahme nicht an, gleich wie Graubünden sowie Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden. Alle anderen Kantone haben die Zulassungsbeschränkung bereits.

Die Zahl der Bewilligungen habe in den vergangenen Jahren bereits stark zugenommen, begründet der Regierungsrat die sofortige Änderung. Laut einer Einschätzung der Branchenorganisation santésuisse kostet jede Praxiseröffnung den Prämienzahler pro Jahr über eine halbe Million Franken.

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