Recht grosszügig sind die Treppengeländer zum Dietiker St.-Agatha-Saal mit Fasnachtsschlangen geschmückt. Drinnen im Saal hängen riesige Konfetti an der Decke. Auch auf den Tischen und vor der Bühne geben die langen Papierfäden – verziert mit bunten Ballonen – ein fasnächtliches Ambiente. Mit «Ein Prosit der Gemütlichkeit» versucht das internationale Partyduo «Pop Alpin», etwas Stimmung in den Saal zu zaubern. Noch sind die Tischreihen gegen 21 Uhr ziemlich mager besetzt.

Mitreissender Sound der Guggen

Eine erste geballte Ladung Rhythmus bringen die «Stiereschränzer» auf die Bühne. Die Urdorfer Guggenmusik lässt es krachen. «Marmor, Stein und Eisen bricht» und der Oldie «When the Saints Go Marching» dröhnen von der Bühne. Da und dort wippen Zuschauer im Takt und singen mit. Die eingefleischten Fasnächtler sind kaum zu halten; einige hüpfen auf und ab oder tanzen auf den Tischen.

Um halb elf hat die Dietiker Gugge «Schnierliwutz» ihren Auftritt. Schräg, fetzig und mitreissend unterhalten die Musikerinnen und Musiker die nach und nach eintreffenden Masken. Farbenfroh geschminkt sind sie alle und aufgemotzt mit knalligen Perücken. Die Sujetpalette ist recht vielfältig und reicht von Gefangenen, Seeräubern, Hexen und Heidis bis zu «gfürchigen» Waldmenschen.

Die Zürigugge «Lady Killers»

Chaotisches Leben in die Bude schaffen um elf Uhr die Dietiker «Guggi-Häxe». Und schliesslich bringt die renommierte Zürigugge «Lady Killers» mit ihren Disharmonien den Saal zum Kochen.

«Mit dem Reppischfägerball wollen wir die Dietiker Fasnacht wieder etwas beleben», sagt OK-Chef Stefan Berweger. Zudem brauche es für einen Verein auch immer wieder Einnahmen. Das Ü25-Konzept habe sich bestens bewährt, sagt Berweger: «Wir wollten vor allem die älteren Fasnächtlerinnen und Fasnächtler ansprechen», so der OK-Chef, «das sind nämlich diejenigen, welche sich halt nicht mehr so recht an einen Fasnachtsball getrauen, weil es dort stets so viele Junge hat.»